Viele ältere Menschen betroffen

Reiter hilft Mietern: Der OB fordert Ersatzwohnungen für Arabella-Abriss

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Das historische Arabella-Hochhaus in Bogenhausen.

Oberbürgermeister Dieter Reiter hat an die Bayerische Hausbau appelliert, den Mietern im Arabella-Hochhaus (Bogenhausen) vergleichbare Ersatzwohnräume anzubieten.

Der Rathaus-Chef forderte die Hausbau auf, sich an den Wohnungsbauern GWG und Gewofag ein Vorbild zu nehmen. Beide seien bei vergleichbaren Modernisierungsmaßnahmen bestrebt, „angemessenen Ersatzwohnraum anzubieten“.

Das historische Arabella-Hochhaus soll 2026 abgerissen werden. Reiter gehe es in erster Linie um die Belange der Mieter, bei denen es sich „vielfach um ältere“ Menschen handle. Und die hätten „große Schwierigkeiten“, geeigneten Ersatzwohnraum in vertrauter Umgebung zu finden.

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Alternativloser Abriss

Der Abriss des Arabella-Hochhauses ist alternativlos. Er erfolgt, weil eine Sanierung wirtschaftlich nicht mehr zu rechtfertigen wäre, heißt es. „Es gibt zwei große Probleme beim Arabella- Hochhaus: Tragwerk und Statik“, sagt Hausbau-Chef Jürgen Büllesbach. Nach einem halben Jahrhundert habe der Bau aus den 60er-Jahren sein Existenz-Ende erreicht. An gleicher Stelle soll wieder ein Hochhaus entstehen – mit dem mittlerweile bekannten Mix aus Wohnen und Gewerbe.

Ein Architektenwettbewerb soll demnächst entscheiden, wie der Neubau aussehen könnte. Ab dem Jahr 2026 soll dann der markante Bau Stockwerk für Stockwerk abgerissen werden. Das Gebäude beherbergt 550 Wohnungen, zudem das Sheraton Arabellapark-Hotel mit 446 Zimmern und Suiten.

Ein Hotel soll es auch im Neubau wieder geben.

Sascha Karowski

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