Dach marode

Sanierung: Cosimabad macht zwei Jahre zu

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Zweimal in der Stunde wogen Wellen durchs Becken des Bogenhauser Cosimabads – sie werden bis zu 80 Zentimeter hoch.

München - Münchens einziges Wellenbad schließt im Sommer. Das Cosimabad in Bogenhausen muss dringend renoviert werden. Und zwar umfangreich. Voraussichtlich zwei Jahre lang werden die Arbeiten dauern.

Der Bezirksausschuss Bogenhausen (BA 13) wurde jetzt vorab über die Arbeiten informiert. Vor allem das Dachtragwerk des Hallenbads ist marode und muss komplett erneuert werden. Die Arbeiten werden fast zwei Jahre dauern.

Die Schwimmhallenluft hat den Verbindungsteilen zu sehr zugesetzt. Die Holzkonstruktion soll abgetragen und durch einen Stahlaufbau ersetzt werden. Auch bei der Fassade muss das Holz dem Stahl weichen. Zudem hat die Haus- und Wassertechnik offenbar Korrosionsschäden und soll deshalb erneuert werden. „Es muss auch eine neue Wanne rein, die alte ist nicht mehr dicht“, erzählt der Planungssprecher des BA, Frank Otto (SPD). Der Wellenbetrieb wird erhalten, muss aber überarbeitet werden.

Zudem wird es Verbesserungen für Behinderte und beim Kinderbecken geben. Der Saunabereich, der erst 2003 saniert wurde, ist nicht betroffen. Das Bad wird am 31. Juli schließen, die Arbeiten werden etwa zwei Jahre dauern. Im April 2016 soll das Cosima wieder eröffnet werden.

Das Schwimmbad in der Cosimastraße 5 war mal Münchens erstes Erlebnisbad. Eröffnet wurde es im Frühjahr 1980. Das Wellenbad ist besonders bei jungen Gästen der Hit, es kommen aber auch viele Badegäste aus dem Umland. Extra wegen der Welle.

Damit es zu den bis zu 80 Zentimeter hohen Wellen kommt, arbeiten zwei 75-Kilowatt-Motoren unter dem Becken. Über ein Luftgebläse erzeugen sie die Wellen. Alle halbe Stunden wird mit drei Gongschlägen der Wellenbetrieb angekündigt. Zuvor wird der Wasserspiegel im 1400-Kubik-Becken abgesenkt. Sieben Minuten laufen die Wellen, dann ist wieder alles ruhig. Der „Stauventilator“ lässt das vorher abgesaugte Wasser wieder ins 33 Meter lange Becken zurück.

von Carmen Ick-Dietl

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