Zwischen St. Emmeram und Max-Weber-Platz

Schüler randalieren in der Tram

Acht Schüler randalieren in der Tram und beschmieren Sitzen, Scheiben und Wände. Der Trambahnfahrer alarmiert die Polizei, die alle schnappt. 

München - Wie die Polizei berichtet, passierte der Vorfall am Freitag, 6. Oktober 2017, gegen 22.10 Uhr. An der Haltestelle „St. Emmeram“ stieg eine Gruppe von acht Jugendlichen in das hintere Abteil der Trambahnlinie 16 ein. 

Während der Fahrt fingen die Jugendlichen an zu randalieren. Dabei wurde herumgegrölt, die Füße auf die Sitze gestellt und mindestens eine Person wurde beobachtet, als sie mit einem Filzstift die Sitze und die Scheiben beschmierte. 

Der Trambahnfahrer (41) verständigte daraufhin die Leitstelle der MVG und diese wiederum die Polizei. Am Haltepunkt „Friedensengel“ stiegen vier Personen aus der Gruppe aus der Trambahn aus. Die restlichen vier fuhren weiter. Über die Polizei und die Leitstelle der MVG wurde anschließend mit dem Trambahnfahrer vereinbart, am nächsten Haltepunkt „Max-Weber-Platz“ die Türen versperrt zu lassen, damit die Polizei die Personengruppe kontrollieren kann. 

Die Kontrolle fand dann auch statt: In dem Abteil wurde eine Vielzahl an Beschmierungen an den Sitzen, den Fensterscheiben, dem Fußboden und dem Entwerter festgestellt. Ein 16-jähriger Schüler hatte schwarze Farbflecken an den Händen, die drei anderen Personen wurden vorerst als Zeugen geführt.

Nahe dem Friedensengel trafen Polizisten etwa zur gleichen Zeit die vier Personen an, die zuvor aus der Trambahn ausgestiegen waren. Noch bevor die Gruppe einer Kontrolle unterzogen wurde, ließ ein 17-jähriger Schüler einen schwarzen Filzstift zu Boden fallen. Außerdem hatte der 17-Jährige ebenfalls schwarze Farbflecken an seinen Händen. Auf Befragung gab er zu, zuvor in der Trambahn einige Beschmierungen verursacht zu haben. In der Gruppe befand sich noch ein weiterer 17-jähriger Schüler, der ebenfalls tatverdächtig ist.  

Alle drei Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen und auf eine Polizeidienststelle verbracht. Die Erziehungsberechtigten wurden über den Vorfall informiert. Die Straßenbahn ist mit mehreren Videokameras ausgestattet. Die Videobänder werden nun ausgewertet. Nach einer ersten Bewertung wird der Schaden auf über 2000 Euro geschätzt.

mm/tz

Rubriklistenbild: © Schlaf Marcus

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