Vorschlag der CSU

„Schwebender Fahrradkreisel“ - Ist das die Lösung für den Effnerplatz?

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Gehört zu den kritischen Querungen in der Stadt: der Effnerplatz in Bogenhausen. 

Der Effnerplatz in Bogenhausen gilt als einer der kritischen Orte für Radl-Fahrer, nicht selten kommt es dort zu Unfällen. Nun soll ein „Kreisverkehr für Radfahrer“ nach holländischem Vorbild entstehen. 

München - Radfahrer haben es an großen Kreuzungen in München nicht leicht. Speziell beim Abbiegen kommt es im Stadtgebiet immer wieder zu schweren Unfällen mit Autos. Zu den kritischen Querungen gehört auch der Effnerplatz in Bogenhausen. Aus dem Bezirksausschuss (BA) kommt nun eine unkonventionelle Idee, um den Radlern das Leben leichter zu machen: eine Art „schwebender Fahrradkreisel“.

Vorbild ist der Hovenring in Eindhoven. Die Niederländer haben dort einen riesigen Kreisverkehr für Radfahrer realisiert, der mit 24 Spannseilen an einem 70 Meter hohen Pylon aufgehängt ist und über der großen darunterliegenden Kreuzung zu schweben scheint. „Man muss das nicht unbedingt aufhängen, man könnte es auch auf Stützen stellen“, meint Bogenhausens CSU-Sprecher Xaver Finkenzeller. Wichtig sei einfach nur eine gefahrlose Überquerung des stark frequentierten Platzes.

„Kreisverkehr für Radfahrer“ auch in anderen Vierteln geplant?

Der Vorteil: Durch die eigene Spur in luftiger Höhe muss man nicht auf Autoverkehr und Fußgänger achten. Zudem könnte der Radverkehr ohne Ampeln flotter fließen und würde damit zu einer Alternative zum Auto. „Wir wollen einfach mal eine neue Idee einbringen“, sagt Finkenzeller. Man sei weder Planer noch Statiker, deshalb müsse die Stadt nun die Umsetzung prüfen. Gerne mit dem „Versuchskaninchen Effnerplatz“. Der sei durch das Riesenkunstwerk „Mae West“ ja schon sehr modern gestaltet, „da würde sowas gut dazu passen“. Denn Finkenzeller sieht einen solchen „schwebenden Fahrradkreisel“ auch als attraktiven „Eyecatcher“ für München.

Seitens der örtlichen Polizei wurde angeregt, die Idee doch bei der geplanten Städtebaumaßnahme im Münchner Nordosten einzubringen. Eventuell sei es auch eine Lösung für andere Problem-Kreuzungen in der Stadt, so Finkenzeller. Die Bogenhauser SPD hingegen kritisierte den Vorschlag. Man sehe keine Möglichkeiten für die erforderlichen Rampen, zudem sei der Effnerplatz durch die „Mae West“ bereits ausgestattet.

Carmen Ick-Dietl

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