Größer als geplant

Seniorenheim mit Synagoge: Kritik an Bauplänen im Prinz-Eugen-Park

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Der Prinz Eugen-Park.

Im Neubaugebiet Prinz-Eugen-Park soll ein Senioren-Pflegeheim mit Seniorenwohnen, Begegnungsstätte und Synagoge entstehen - doch es soll größer werden als ursprünglich geplant.

Die Israelitische Kultusgemeinde München will im Neubaugebiet Prinz-Eugen-Park bauen. An der Eugen-Jochum-Straße soll ein Senioren-Pflegeheim mit Seniorenwohnen, Begegnungsstätte und Synagoge entstehen. Beim Bezirksausschuss Bogenhausen trudelte jetzt der entsprechende Bauvorbescheid dafür ein. Allerdings sehen die Stadtteilpolitiker das Projekt kritisch. Die massive Erhöhung der Geschossflächenzahl sei nicht akzeptabel, erklärte Bauausschuss-Sprecher Robert Brannekämper (CSU) auf der jüngsten Sitzung.

Geschuldet sei sie offenbar dem Wunsch des Investors. Dieser brauche einfach mehr Platz, um das Pflegeheim effizient betreiben zu können. Doch in dieser Größe bräuchte man nach Aussage von Brannekämper jedoch eine Befreiung vom derzeit gültigen Bebauungsplan. Der ist erst vor vier Jahren für das Gelände der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne in Kraft getreten.

Im Bezirksausschuss gibt es noch weitere Fragen. Zum Beispiel, wie hoch das Gebäude ist, oder wie es sich städtebaulich darstellt. In der nächsten Sitzung des Bauausschusses am 27. Juli soll nun die Architektin der Kultusgemeinde die Pläne vorstellen. Die Stadtviertelpolitiker haben auch um aussagekräftige Visualisierungen der städtebaulich wichtigen Blickachsen gebeten. Zudem fordern sie die Vorlage von Varianten, die auf den Festsetzungen des Bebauungsplans basieren. Denn eine Befreiung befürworten sie nicht.

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Carmen Ick-Dietl

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