Streik: Eltern sind die Leidtragenden

München - Die Telefone bei den Gewerkschaften klingeln Sturm. Grund sind die für Donnerstag angekündigten Streiks, bei denen wohl mehr als die Hälfte der städtischen Kindertagseinrichtungen bestreikt werden.

 „Wir bekommen Hunderte Anfragen“, erklärt Susanne Glas von der GEW. Kein Wunder: „Nach unseren Rückmeldungen werden am Donnerstag mehr als die Hälfte der städtischen Kindertagseinrichtungen bestreikt“, sagt Heinrich Birner, Verdi-Geschäftsführer in München.

Megastreik in München

Die Stadt befürchtet sogar einen noch größeren Ausstand der Erzieherinnen: „Es heißt, von den 450 Einrichtungen sind zwei Drittel ganz zu oder bieten nur einen Teilbetrieb“, sagte Eva Maria Volland, Sprecherin des Bildungsreferats. Die Eltern verzweifeln jetzt schon: Cornelia Prexl vom gemeinsamen Elternbeirat der städtischen Kinderkrippen sagt: „Am schlimmsten ist es für Alleinerziehende! Das kann nicht sein.“

Grundsätzlich seien die Eltern die Leidtragenden des Streiks. Unklar war zunächst Kauch, welche Schwimmbäder und Bibliotheken dicht bleiben müssen. „Wir haben den Aufruf an alle verschickt. Wer mitmacht, wissen wir nicht“, sagt Verdi-Chef Birner. An den drei bestreikten städtischen Kliniken sei die Notfallversorgung gewährleistet. Patienten müssten aber in Neuperlach, Bogenhausen und Harlaching mit kleinen Unannehmlichkeiten rechen. Verdi fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst 6,5 Prozent mehr Gehalt.

SVS

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