Bei Johanneskirchen war die Fahrt vorbei

Wegen Verspätung: Fahrgäste werden aus S8 geworfen

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Bei Minusgraden warteten die Fahrgäste der S8 auf dem Bahnsteig in Johanneskirchen. 

München - Fahrgäste der S8, die am Freitagmorgen in Richtung Flughafen unterwegs waren, wurden unfreiwillig bereits in Johanneskirchen an die frische Luft gesetzt - und das auch noch bei Minusgraden.

Hannes Schweizer, 33 Jahre alt, friert immer noch bei dem Gedanken an diesen Freitagmorgen. Der Münchner wollte eigentlich wie so viele andere nur mit der S8 zu seiner Arbeitsstätte nach Unterföhring fahren - da war die Fahrt plötzlich vorbei.

„Wir mussten alle in Johanneskirchen aus der S-Bahn heraus“, schimpft der 33-Jährige. Nur eine Station vor dem Ziel. Bei Minusgraden standen sie auf dem Bahnsteig, 25 Minuten habe es gedauert, bis der nächste Zug kam.

Der Witz: „Unsere S-Bahn stand auch noch 15 Minuten da, bevor sie zurück nach München fuhr“, erzählt Schweizer. 

Hannes Schweizer findet das Ganze „bodenlos“ von der Bahn. „Die meisten, die auf dieser Strecke unterwegs sind, dürften nach Unterföhring zur Arbeit gewollt haben“, schätzt er. Er hat kein Verständnis dafür, wieso man nun eine Station früher aus seiner S-Bahn geschmissen wurde. Und dann noch später ankommt.

Es wurde wohl per Lautsprecher durchgesagt, dass die S-Bahn große Verspätung habe und deshalb wieder nach München umkehren müsse. Aber wieso ausgerechnet so?

Bahnsprecher: S-Bahn musste Verspätung hereinholen

Eine Erklärung hat ein Bahnsprecher auf Anfrage unserer Onlineredaktion. Die S8, die um 8.50 Uhr vorzeitig in Johanneskirchen endete, habe eine Verspätung von 36 Minuten gehabt. Der Grund - man ahnt es als Pendler - eine Störung am Freitagmorgen.

Um diese Verspätung wieder hereinzuholen, hätte die S-Bahn wenden müssen. Und dafür sei wiederum der letzte mögliche Bahnhof Johanneskirchen gewesen.

Bedauerlicherweise sei die nächste S-Bahn dann erst um 9.17 Uhr eingetroffen. Lange Minuten bei minus 12 Grad auf dem Bahnsteig. 

Hannes Schweizer hat sich mittlerweile wieder aufgewärmt. So ganz beruhigt hat er sich aber noch nicht.

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kg

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