Horror-Besuch in indischem Lokal

Lauge verätzte ihre Zunge: Jetzt ermittelt die Kripo

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Sybille Vitolo (42) kann kaum sprechen, jedes Schlucken tut weh. Die Zahnärztin aus Bogenhausen hat unglaubliche Schmerzen erlitten.

München - Nestlé hat sich telefonisch bei der Münchnerin mit der verätzten Zunge gemeldet und für Ende der Woche ein kleines Geschenk angekündigt. Wie die Lauge in die Flasche kam, ermittelt die Kripo.

Sie kommt nur mit Schmerzmitteln über die Runden: Sybille Vitolo (42) bekam am Mittwoch vor einer Woche im indischen Restaurant „Swagat“ am Prinzregentenplatz statt Mineralwasser eine chlorhaltige Lauge, wahrscheinlich ein Reinigungsmittel, serviert (wir berichteten). Das Ergebnis: Mund, Rachen und Speiseröhre der Bogenhauser Zahnärztin sind verätzt. Nun haben sich der Geschäftsführer des Restaurants und auch Nestlé, der Hersteller des Mineralwassers, bei der Münchnerin entschuldigt. Er könne sich nicht erklären, wie die Lauge in die Flasche gekommen sei, sagt „Swagat“-Geschäftsführer Har Vijay Kumar. Sein Kellner habe die geschlossene Flasche an den Tisch gebracht. Mit Blumen und einer Einladung zum Essen hat sich Kumar bei Vitolo entschuldigt. Die Zahnärztin will die Entschuldigung annehmen. „Auch wenn ich ziemlich enttäuscht bin, dass sie erst vier Tage nach dem Vorfall kam.“

Nestlé hat sich telefonisch bei der Münchnerin gemeldet und für Ende der Woche ein kleines Geschenk angekündigt. Eine vorläufige Analyse der Mineralwasserflasche durch das Landesuntersuchungsamt Erlangen habe zwar ergeben, dass die Lauge in der Flasche nicht auf eine Unregelmäßigkeit in der Produktion zurückzuführen sei, so Sprecher Hartmut Gathmann. Das Reinigungsmittel sei nicht identisch mit den in der Abfüllfabrik verwendeten Reinigungsmitteln. Unabhängig davon, ob sie für den Vorfall verantwortlich seien, sei ihnen der Anruf bei Vitolo ein Anliegen gewesen.

Wie die Lauge in die Flasche kam, ermittelt nun die Kripo. Das endgültige Untersuchungsergebnis des vom Münchner Kreisverwaltungsreferat (KVR) beauftragten Landesuntersuchungsamts Erlangen stehe noch aus, so Gottfried Schlicht von der Polizei. Im Raum steht der Vorwurf der fahrlässigen oder sogar vorsätzlichen Körperverletzung. KVR-Sprecher Johannes Mayer verweist auf die laufenden Ermittlungen. Das Restaurant sei in der Vergangenheit nicht negativ aufgefallen. 

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