Schwere Brandstiftung

Zahnärztin muss fünf Jahre in den Knast

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Zahnärztin Julia W. (62).

München - Weil Zahnärztin Julia W. (62) aus Geldnot ihre Praxis in Bogenhausen angezündet hat, ist sie am gestrigen Donnerstag vom Landgericht zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden.

 Die 62-Jährige hat sich nach Ansicht des Richters der schweren Brandstiftung schuldig gemacht.

Auslöser der Tat am 22. August 2013 waren die finanziellen Folgen ihrer Scheidung. Die Frau konnte ihren Verpflichtungen gegenüber ihrem Ex-Mann und Kollegen nicht mehr nachkommen und meldete hoch verschuldet Insolvenz an. Nach der Brandstiftung tauchte die Angeklagte zunächst unter, wurde aber wenig später gefasst.

Julia W. hatte bis zuletzt geleugnet, das Feuer gelegt zu haben und sich auch mit ihrem Verteidiger überworfen. Sie gab lediglich zu, dass sie sich Brandbeschleuniger gekauft hatte und diesen mit in die Praxis gebracht habe – um Selbstmord zu begehen. Sie hatte einen Schuldenberg von über einer Million Euro angehäuft. „Ich wusste nicht, ob ich meine geliebte Praxis zurückbekomme“, sagte Julia W. unter Tränen auf der Anklagebank. „Ich dachte: Dann übergieß ich mich mit dem Brandbeschleuniger und mache Schluss!“

Bei dem Feuer in der Mauerkircherstraße entstand 200 000 Euro Schaden, in dem Haus waren mindestens fünf Menschen, darunter eine Mutter mit ihrem fünfjährigen Sohn.

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