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Booster-Impfung: So läuft es in München - was jetzt wichtig ist

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Von: Klaus Vick

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Schlange stehen auf der Theresienwiese für eine Corona-Impfung
Schlange stehen auf der Theresienwiese für eine Corona-Impfung © Achim Schmidt

Die Impfdurchbrüche nehmen zu, immer mehr Menschen strömen zur Booster-Impfung. Bei Erst- und Zweitimpfungen entwickelt sich hingegen keine neue Dynamik. 74,2 Prozent der Münchner ab zwölf Jahren haben bisher den ersten Piks erhalten.

Die Nachfrage nach Booster-Impfungen steigt in München seit Mitte Oktober stetig an. Dies bestätigt das Gesundheitsreferat. Doch während sich immer mehr Bürger für den dritten Piks entscheiden, geht bei den Erst- und Zweitimpfungen nur wenig voran. Zuletzt waren es binnen einer Woche (29.10. bis 5.11.) knapp 10 000. Zum Vergleich: Während der Sommermonate ließen sich teilweise mehr als 10 000 Münchner pro Tag immunisieren.

Corona-Impfung in München: Hohe Nachfrage in Arztpraxen

Am vergangenen Freitag bildeten sich unterdessen vor dem Impfzentrum auf der Theresienwiese lange Schlangen. Bei vielen Impfwilligen handelte es sich um eine Booster-Impfung*, darunter auch Personen, die bisher nur einen Piks mit dem Vakzin Johnson & Johnson bekommen hatten. Stand Mittwoch, 3. November, hatten knapp 30 000 Münchner eine Booster-Impfung bekommen, davon 21 852 in Arztpraxen, wo der Bedarf ebenfalls wächst. Ein Eindruck, den die ärztlichen Standesvertretungen bestätigen: „Die Nachfrage nach Booster-Impfungen ist deutlich höher als die nach Erst- oder Zweitimpfungen“, erklärt Martin Eulitz, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns. Auch Markus Beier, Landesvorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes, sagt: „Unser Fokus liegt derzeit auf den Booster-Impfungen, um jene Menschen zu schützen, die zu den früh geimpften vulnerablen Gruppen gehören.“ Sowohl Eulitz als auch Beier halten weiterhin Aufklärungskampagnen für notwendig, um Unentschlossene zu erreichen, die noch gar nicht geimpft sind.

München: Booster-Impfung an vielen Stationen möglich

Drittimpfungen* können aktuell über 70-Jährige, Pflegepersonal und Risiko-Patienten erhalten, deren Zweitimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt. Demnächst soll dieses Angebot auf alle Personen ab zwölf Jahren ausgeweitet werden. In München* können die Drittimpfungen außer in Arztpraxen in den stationären Einrichtungen der Stadt vorgenommen werden. Diese befinden sich in Riem, auf der Theresienwiese, im Rathaus (ehemaliger Sport Münzinger), in den Pasing Arcaden und im Kreisverwaltungsreferat. Auch bei allen mobilen Sonderaktionen ist die Booster-Impfung ohne Termin möglich. Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek (SPD) wirbt dafür: „Gerade ältere Münchner, Immungeschwächte und auch Pflegepersonal sollten sich zeitnah für eine Auffrischimpfung entscheiden.“

Eher schleppend geht unterdessen das Impftempo bei den Sonderaktionen an Münchner Schulen voran. Seit 16. September wurden laut Gesundheitsreferat an 60 Lehranstalten 1850 Kinder und Jugendliche immunisiert. Nach den Herbstferien sind weitere Aktionen geplant. *tz.de und Merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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