Lumpereien mit Luxusautos

Bordell-Boss wollte solide werden - DAS ist das Ergebnis

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Georg P. (links) und ein Mitangeklagter.

München - Ein Ex-Bordellbetreiber wollte solide werden und wechselte den Beruf. Klappte nicht ganz. Am Dienstag saß er als als Bandenbetrüger vor Gericht.

Eine Entscheidung sollte sein Leben verändern: Nach zwölf Jahren als Bordellbetrieber machte Georg P. (41, Name geändert) Schluss mit dem Rotlicht. Er wollte endlich „solide werden“, wie er sagt, „und eine Familie gründen. Ich wollte mein Leben nicht mehr so weiter führen.“ Das war 2008. Seit Dienstag sitzt Georg P. nun auf der Anklagebank des Landgerichts. Denn in der Zwischenzeit stieg er in einen Autohandel in Haar ein – und wurde zum Bandenbetrüger. Die Sache mit dem Lebenswandel: So ganz scheint sie nicht funktioniert zu haben …

„Die Idee ist auf meinem Mist gewachsen“, sagt Georg P. – und gesteht die Vorwürfe aus der Anklage. Demnach verkaufte er mit zwei Geschäftspartnern Luxusautos (darunter Lamborghini, Maybach, Porsche), lieferte sie tatsächlich aber nicht aus – und behielt das Geld ein. 13 Fälle mit Schäden um bis zu 13.000 Euro listet die Anklage.

Das Tatmotiv von Georg P.: Sein Chef habe die Angestellte des Sportwagenzentrums nicht ordentlich bezahlt: „Ständig mussten wir auf unser Geld warten.“ Deshalb habe er auch Autos seines Chefs „in Gewahr genommen“, wie er sagt. Im Klartext: Georg P. verpfändete sie – um den Chef unter Druck zu setzen. „Ich habe mir nur rausgenommen, was ich gebraucht habe“, sagt P. Dafür droht ihm nun eine Haftstrafe. Mit ihm sind auch zwei Komplizen angeklagt.

thi

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