The BossHoss im Zenith: Der Witz liegt im Detail

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Covern jede Menge Songs, ohne sich lächerlich zu machen: The Bosshoss - Alec Völkel (li.) Sascha Vollmer.

München - Viele Fragen, viele Antworten: The BossHoss bieten keine großen Überraschungen im ausverkauften Zenith, dafür aber Witz im Detail. Die Konzertkritik:

Knipst man alles Wissen über The BossHoss aus und lässt sich nur erzählen, dass sie Chart-Songs so interpretieren, dass sie auch im Mittleren Westen der USA im dort allseits beliebten Country-Radio laufen könnten - wie genau würde man sich dann ein Konzert der Band vorstellen? Vielleicht so: Burschen mit Cowboy-Hüten und Lederstiefeln, ein Banjo, ein Kontrabass und allerlei Gitarren, Waschbrett- und Mundharmonika-Soli, kernige Ansagen, rauchige Stimmen, Bier und im Publikum ein paar Trucker mit, na klar, Cowboy-Hüten und Lederstiefeln.

Nun, das ist auch ziemlich genau das, was man kriegt. The BossHoss bieten keine großen Überraschungen im ausverkauften Zenith, sieht man mal davon ab, dass die Berliner Frontmänner Alec „Boss Burns“ Völkel und Sascha „Hoss Power“ Vollmer ihre Fans ausschließlich auf Texanisch und stilecht mit „Folks“ ansprechen.

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Widmen wir uns also den Details, den Fragen, die man nach knapp zweieinhalb Stunden Country-Rock doch gerne beantwortet hätte: Hat Alec Völkel eigentlich nur dieses eine Feinrippshirt, das er auch schon als Juror von „The Voice of Germany“ andauernd trug? Rasieren Cowboys ihre Achselhaare - oder ist er doch nur ein Großstadt-Cowboy? Und wo nur hat er diese lässig-lasziven Hüftbewegungen gelernt? Hätte man ihm so gar nicht zugetraut!

 Warum nur müssen die Bläser als Mexikaner mit Sombrero auftreten? Und kriegen die gar keine Krämpfe in den Oberarmen, wenn sie, anstatt reinzublasen, ihre Instrumente die ganze Zeit im Takt durch die Gegend schwingen? Wie viele Songs kann man an einem Abend covern, ohne sich lächerlich zu machen? Und passen Britney Spears, Eminem und die Beastie Boys in ein Medley? Wenigstens auf diese Fragen geben The BossHoss eine Antwort: Viele, sehr viele. Und: ja, offenbar.

Thierry Backes

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