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Boxlegende kämpft gegen die Stadtwerke

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Boxlegende Roland Suttner (59) kämpft weiter gegen die SWM

München - Roland Suttner (59) nimmt es als Chef der Boxfabrik gern mit Schwergewichten auf. Nun geht es gegen die Stadtwerke. Die erste Runde hat er für sich entschieden. Jetzt ging er vor Gericht k.o.

Nachdem Suttner und seine fünf Kinder nach einem Streit mit dem Personal im Nordbad Hausverbot in allen SWM-Bädern bekommen haben, zog er vor Gericht. Dort hat er gegen die Stadtwerke gewonnen. Nun wollte Suttner 750 Euro Schadensersatz für die Fahrtkosten in weiter entfernte Bäder, die er wegen des Verbots anfahren musste. Er sagt: „Meine Kinder haben ein Recht aufs Schwimmen!“ In dieser Runde aber ging er k.o.

Der Kampf um die Wasserhoheit geht schon über viele Runden: Die erste Eskalation ereignet sich im Jahr 2005. Suttners vierjährige Tochter Marie Luise schwimmt Suttners Schilderungen zufolge alleine durch den Strömungskanal. Für eine ältere Dame ein Warnsignal: Das Mädchen ist in Lebensgefahr! Suttner: „Sie hat völlig überreagiert, sich meine Tochter geschnappt und sie gegen ihren Willen herausgezogen. Obwohl ich das Missverständnis aufklären wollte und ihr gesagt habe, dass meine Tochter gut schwimmen kann, hat sie sie zum Bademeister gezerrt.“ Dort dann die große Diskussion, Suttner weigert sich – wie schon oft zuvor – dem Mädchen Schwimmflügel anzuziehen. „Warum auch? Alle meine Kinder machen sehr viel Sport und sind deshalb schon früh gut trainiert.“ Egal: Es gibt Hausverbot für ein Jahr die ganze Familie.

Oder hat sich die Münchner Boxlegende vielleicht doch mal im Ton vergriffen? Waren seine Kinder vielleicht öfter zu wild unterwegs? Die Stadtwerke deuten so etwas an, wollen sich aber gegenüber der tz nicht konkret äußern. Bettina Hess von den SWM erklärt nur soviel: „Im vorliegenden Fall, der nun schon einige Jahre zurück liegt, wurde der Badegast mehrfach persönlich sowie schriftlich auf Mißachtungen hingewiesen. Gegen das Verhalten des Badegastes musste eingeschritten werden, um den ungestörten und sicheren Badebetrieb zu gewährleisten.“

Suttner lässt das nicht auf sich sitzen. Das Amtsgericht München gibt ihm 2006 insoweit Recht, als dass es für ein Verbot in solchem Umfang einer vorherigen Abmahnung bedurft hätte – ein Formfehler. Nun aber war die Familie schon ein Jahr lang mit der S-Bahn in Bäder im Umland wie die Therme Erding gefahren. Die Mehrkosten im Wert von 750 Euro klagen die Suttners ein. Das Amtsgericht entscheidet jetzt aber: Da keine Vertragsbeziehung zwischen Bad und Familie bestanden habe, fehle die Grundlage für einen Schadensersatzanspruch. Mit dem Eintritt ins Bad beginne immer wieder ein neues Vertragsverhältnis, das beim Austritt ende. Abgewiesen!

Suttner ist darüber freilich verärgert, noch mehr aber stinkt ihm, dass der Streit weiter schwelt: Seine Familie kassiert 2006 ein neues Hausverbot, gegen das der Vater vorgeht und vor dem Amtsgericht scheitert. Und im März 2010 gibt es wieder Ärger, weil Suttner diesmal seine inzwischen knapp vierjährige Tochter Hilla nur mit Schwimmbrett schwimmen lässt. „Hilla ist oberbayerische Meisterin im Ringen, ich kann doch als Vater ihre Schwimmfähigkeit einschätzen!“ Er fügt hinzu: „Die wollen wohl, dass ich meine Kinder anleine.“

Aber Suttner geht nicht in Deckung: „München hat ein tolles Bäderkonzept und eine gute Infrastruktur. Der Alltag im Bad aber muss anders werden.“ Im Nordbad etwa gäbe es keine abgetrennte Bahn für Sportschwimmer, deshalb käme es immer zu Kämpfen zwischen Sportschwimmern und anderen Gästen. Der nächste Ärger ist programmiert: Erna ist zweieinhalb und kann bald alleine schwimmen …“

nba, ebu

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