Warum versteckt der BR die Kuppelshow?

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Moderator Florian Weber könnte an den Erfolg von „Herzblatt“ anknüpfen.

München - Im Bayerischen Fernsehen ist am Valentinstag eine neue Kuppelshow zu sehen. "Take me out" kommt aber erst um 22.30 Uhr.

Florian Weber ist der größte Hoffnungsträger unter den ARD-Moderatoren. Seine Sendung Das Duell garantiert gute Quoten im Vorabendprogramm des Ersten, wo zuvor so viele andere ­Sendungen gescheitert waren. An diesem Sonntag moderiert der 33-jährige Münchner im Bayerischen Fernsehen erstmals die Kuppelshow Take Me Out, ein aus Großbritannien stammendes Erfolgsformat, das in die Fußstapfen der BR-Kultsendung Herzblatt treten könnte. Doch der BR versteckt die Liebessendung am Valentinstag im Spätabendprogramm und lässt die Werbetrommel ungerührt.

Bilder: Bayerischer Fernsehpreis 2009

Bilder: Bayerischer Fernsehpreis 2009
Diana Amft wurde als beste Schauspielerin für ihre Leistung in der Serie "Doctor's Diary" ausgezeichnet. Der Bayerische Fernsehpreis in Form einer Panther-Figur wird seit 1989 verliehen. © ap
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Ken Duken bedankt sich für den Fernsehpreis in der Kategorie "Bester Schauspieler Fernsehfilm". © ap
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Die Schauspielerin Anja Kling präsentiert sich den Fotografen. © ap
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Die Moderatorn Dunja Hayali (l.) und ihre Lebensgefährtin, die Sängerin Maraike Arning. © ap
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Der Moderator Christoph Süss bedankt sich für den Fernsehpreis, den er für die Moderation des Satiremagazins "quer" erhält. © ap
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Die Schauspielerin Tina Bordihn posiert vor der Verleihung der Bayerischen Fernsehpreise mit extravaganter Handtasche und Schmuck auf dem roten Teppich. © ap
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Die Moderatoren Steffen Seibert (l.) und Markus Kavka auf der Bühne des Prinzregententheaters. © dpa
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Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer und seine Frau Karin Seehofer kommen zur Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises. © dpa
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Die österreichische Schauspielerin Christiane Hoerbiger auf dem roten Teppich. © ap
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Die ehemalige CSU Generalsekretärin Christine Haderthauer auf dem Weg zur Preisverleihung. © ap
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Auch Nina Ruge ist mit von der Partie. © ap
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Der Koch Christian Rach wird für seine Leistung in der Sendung "Rach, der Restaurant-Tester" ausgezeichnet. © dpa
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Der Schauspieler und Synchronsprecher Wolfgang Voelz hält den Preis, den er stellvertretend für den Drehbuchautor Walter Moers entgegengenommen hat. © ap
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Die nominierte Schauspielerin Jule Ronstedt posiert auf dem roten Teppich. © ap
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Der Regisseur Matti Bauer wird für Buch und Regie im Dokumentarfilm "Domspatzen" ausgezeichnet. © dpa
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Bauer erhält den Preis von fünf Mitgliedern der Domspatzen. © dpa
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Die Autoren Falko Korth und Thomas Riedel  werden für das Buch und die Regie der Dokumentation "Freiheit! Das Ende der DDR" ausgezeichnet.  © dpa

Der Grund dafür: Bei der Sendung handelt es sich um einen Piloten. So bezeichnen Fernsehmacher einmalige Probesendungen, mit denen sie die Zuschauerresonanz auf ein neues Format testen. Der BR hängt solche Pilotsendungen niemals an die große Glocke, wie Unterhaltungschef Thomas Jansing erklärt: „Wir warten einfach mal die Reaktion auf dieses Pflänzchen ab und sehen dann, wie’s weitergeht.“ Besagtes Pflänzchen hat es in sich. Florian Weber: „Die Sendung ist schnell, witzig, direkt. So etwas sieht man im BR nicht alle Tage.“ Konkret funktioniert Take Me Out folgendermaßen: 30 Frauen stehen einem Mann gegenüber. Schon nach dem ersten Eindruck können sich die Frauen mittels Knopfdruck aus der Bräutigamschau verabschieden. Dann werden Filme gezeigt, die etwas über den Kandidaten verraten. Im Anschluss bekommen die Frauen wieder Gelegenheit, ihr Desinteresse zu bekunden. „Wenn eine den Knopf drückt, frage ich natürlich mal nach, was ihr an dem Mann nicht gefällt“, erklärt Florian Weber und fügt schmunzelnd hinzu: „Die Antworten sind erfrischend ehrlich.“

Schließlich darf sich der Kandidat unter den verbleibenden Frauen ­seine Wunschpartnerin für ein ­Candle-Light-Dinner aussuchen. Florian Weber über den Reiz der Sendung: „Sie bildet ab, wie Dates in einem Club funktionieren: Am Anfang steht der äußerliche Eindruck, dann erfährt man nach und nach etwas über die andere Person.“

Der englische Sender ITV verzeichnet Woche für Woche fünf Millionen Zuschauer bei Take Me Out. Die deutsche Version wird von der TV-Firma Grundy Light Entertainment produziert, die unter anderem auch Das Quiz mit Jörg Pilawa (ARD) und Deutschland sucht den Superstar (RTL) realisiert. Für den BR ist es der nächste Versuch, an den Erfolg von Herzblatt anzuknüpfen. Im vergangenen Jahr erreichten die Herzens­g’schichten mit Moderatorin Sabrina Staubitz durchschnittlich 5,5 Prozent Marktanteil. Zu wenig für Thomas Jansing, um diesen „Versuch einer seriösen Partnervermittlung“ fortzusetzen. Nun also das jugend­liche Datingformat Take Me Out. Die Einschaltquote von diesem Sonntag wird zeigen, ob es bei der einmaligen Pilotfolge bleibt.

IW.

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