Welche Pose er einnimmt, ist eine Überraschung

Braunbär Bruno: Nach Ostern ist er im Museum

München - Fast zwei Jahre nach seinem Abschuss nahe dem Spitzingsee kommt Bruno ins Museum.

Gleich nach Ostern, am 27. März, ist der ausgestopfte Bär erstmals öffentlich in der Münchner Schau Mensch und Natur zu sehen. Welche Pose er hat, bleibt bis dahin geheim. Es solle eine Überraschung werden, sagt Museumsleiter Michael Apel.

In dem Museum in Schloss Nymphenburg hat schon Brunos letzter freilebender bayerischer Artgenosse, der 1835 in Ruhpolding erlegt wurde, die letzte Heimat gefunden. Bruno, aus dem italienischen Trentino eingewandert, war im Sommer 2006 der erste Bär in Freiheit, der nach 171 Jahren wieder seine Tatzen auf deutschen Boden setzte. Im Morgengrauen des 26. Juni brachten ihn im Spitzingseegebiet zwei Schüsse zur Strecke. Zuvor hatte das Umweltministerium seinen Abschuss erlaubt.

Lange war über die Zukunft von Brunos Pelz spekuliert worden, auch das Bauernhof- und Wintersportmuseum Schliersee von Ex-Skistar Markus Wasmeier war im Gespräch. Den Zuschlag bekam aber München.

Mehrere Monate hat Tierpräparator Dieter Schön an Brunos Aussehen gefeilt. Nach dem Gerben des Fells wurden mehrere Modelle konstruiert. Um Bewegungsabläufe und Muskelspiel von lebenden Bären zu studieren, ging Schön auch in den Tierpark. Es folgten das Modellieren und Abformen des Körpers mit Kunststoff, dann wurde das Fell aufgezogen – es sitzt perfekt. Apel: „Wenn Sie beim Schneider einen Maßanzug bestellen, sollte der auch passen. Der Unterschied: Beim Schneider wird der Anzug dem Körper angepasst – hier wird der Körper dem Anzug angepasst.“ Es gebe auch Fertigkörper aus Katalogen – in allen Größen. „Aber so was haben wir hier nicht, es ist ein individueller Körper für Bruno modelliert worden, das ist keine Arbeit von der Stange.“

Jetzt ist Bruno so gut wie fertig. Seine braunen Augen sind aus Glas und er bekam ein künstliches Gebiss verpasst – ein Abguss seiner echten Zähne.

Das Museum will Bruno aber nicht nur ausstellen, sondern auch über Wildtiere an sich aufklären. Und: Für die Besucher soll es eine Pinnwand geben, auf der sie ihren Kommentar zu Bruno abgeben können.

Quelle: tz

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