Brienner Straße: Denkmalschützer kritisieren geplante Parkbucht

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In eine Längsparkbucht will die Stadt die Parkplätze vor dem Wittelsbacherplat z umwandeln – daran gibt es Kritik. 

Trotz Einwänden des Denkmalschutzes will die Stadt die bestehenden Parkplätze am Wittelsbacherplatz durch eine 37 Meter lange Längsparkbucht ersetzen. Der Stadtrat entscheidet am Dienstag, ob er dem Vorschlag der Verwaltung folgen will.

Die Brienner Straße zwischen Odeonsplatz und Amiraplatz soll zur Einbahnstraße werden. Der Verkehr vom Maximiliansplatz mit dem Ziel Ludwigstraße, also in Fahrtrichtung Osten, wird künftig über den Oskar-von- Miller-Ring geführt. Das hat der Stadtrat bereits vor einem Jahr entschieden. Ziel ist es, dem Radverkehr mehr Platz einzuräumen. Denn die Brienner Straße zwischen Altstadtring und Odeonsplatz ist die meistgenutzte Radlstraße in München, noch vor der Kapuzinerstraße und der Isarparallele. Der Abschnitt wird täglich von bis zu 12 000 Autos und rund 1900 Radfahrern genutzt.

Die Verwaltung sollte aber noch prüfen, ob die 17 Kurzzeitparkplätze auf Höhe des Wittelsbacherplatzes ebenfalls entfernt werden müssen. Das Baureferat kommt zu dem Schluss, dass die Stellflächen durch eine Längsparkbucht ersetzt werden können, die Rede ist von sieben Parkplätzen. Das kostet rund 150 000 Euro und würde zulasten des Fußgängerbereiches gehen.

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hält die Buchten auf Höhe des Wittelsbacherplatzes jedoch für nicht möglich, da dadurch die zur Brienner Straße hin offene Platzseite optisch abgeriegelt würde. Letztlich liege die Entscheidung aber im Ermessensspielraum des Stadtrates. Stimmt der Bauausschuss heute zu, beginnt die Verwaltung im August mit den Arbeiten.

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