Brrr! Jetzt kommt der Oktober-Winter

München - Von wegen goldener Oktober – jetzt wird’s richtig greislig! Seit Donnerstag zeigt der Herbst sein graues Gesicht. Und das nasskalte Schmuddel-Wetter macht es sich auch noch richtig gemütlich.

Laut Meteorologen soll es den restlichen Oktober über keinen Tag wärmer als zehn Grad werden. Brrr!

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„Der Altweibersommer ist endgültig rum“, bringt es Meteorologe Karsten Brandt von donnerwetter.de auf den Punkt. Grund: Aus Skandinavien zieht Tief Quanna an und bringt jede Menge kalter Polarluft nach Deutschland. „Jetzt wird es kühl, grau und ungemütlich“, prophezeit Brandt. Der Freitag ist ein Übergangstag: Das Thermometer hangelt sich auf neun Grad hoch, wenn sich der Hochnebel verzogen hat, schaut auch mal die Sonne durch.

Tipps für kalte Tage

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Von Samstag an hält dann endgültig tristes Herbstwetter Einzug. Bei Höchstwerten um gerade mal sechs Grad ziehen immer wieder Schauer durch, ab 800 Meter schneit es sogar. Selbst in München könnten die ersten Flocken vom Himmel fallen – wenn auch nur in Form von Schneeregen oder Graupelschauern. Am Sonntag das gleiche Bild: Mit rund vier Grad bleibt es zapfig kalt, wechselhaft und verregnet. Nachts sinkt das Thermometer auf null Grad – Achtung, Glatteisgefahr!

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Nächste Woche ist es mit Höchstwerten um zehn Grad zwar etwas milder, dafür bläst starker Wind, und immer wieder fällt Regen – genauso schmuddelig wird die letzte Oktoberwoche. Ade, Sonnenschein – dabei genossen die Münchner erst voriges Wochenende noch strahlenden Sonnenschein bei 16 Grad. Für Meteorologe Brandt trotzdem kein Grund, Trübsal zu blasen: „Wir haben eben Herbst – und da ist es halt auch mal kalt!“

So haben die Erkältungsviren keine Chance

Hatschi! Ganz Bayern schnieft und hustet gerade – ein fieses Virus treibt sein Unwesen. Auch das Wartezimmer von Nicola Fritz, Allgemeinärztin aus München, platzt zur Zeit aus allen Nähten. „Wie jedes Jahr im Oktober behandle ich viele Erkältungspatienten – jetzt geht die erste Winter-Erkältung rum“, sagt die Medizinerin. Doch so weit muss es gar nicht kommen. Zur Vorbeugung empfiehlt die Ärztin viel Vitamin C in Form von Orangen oder Mandarinen und regelmäßiges Händewaschen. „Trinken Sie außerdem wenig Alkohol und schlafen Sie viel“, rät die Expertin. Wer schon eine Schniefnase hat, sollte strenge Bettruhe halten, viel trinken und die Symptome mit Ibuprofen und Schleimlösern behandeln. „Ein Antibiotikum ist meist sinnlos, da es sich um Viren und nicht um Bakterien handelt“, sagt Nicola Fritz. Die erste echte Grippe-Welle erwartet die Medizinerin im Dezember. Sie rät: „Lassen Sie sich jetzt impfen, damit Sie es nicht erwischt!"

So kommen Ihre Pflanzen gut durch den Winter

Mit diesen Tipps vom Magazin kraut & rüben kriegen Sie Ihre Pflanzen heil durch den Winter:

- Nicht jede Pflanze mag es kalt: Holen Sie nicht winterharte Pflanzen deshalb vor dem ersten Frost zum Überwintern ins Warme.

- Bedecken Sie Erdbeeren über den Winter mit einer Schicht aus Laub oder Stroh. Das fördert einen zeitigen Austrieb im kommenden Frühjahr.

- Binden Sie hohe Gräser über die kalten Tage zu einem Schopf zusammen, damit sie besser vor Nässe und Fäulnis geschützt sind.

- Ernten Sie Gemüsebeete im Spätherbst nochmal gründlich – viele Wildkräuter wachsen im Winter weiter.

- Ernten Sie Kohl vor dem ersten stärkeren Frost. Nur Rosen- und Grünkohl bleiben im Winter gerne draußen.

- Lassen Sie in einer geschützten Ecke des Gartens Laubhaufen liegen, damit dort Igel überwintern können.

Christina Schmelzer

Rubriklistenbild: © dpa

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