Musikalische Abrissbirne

Bruce Springsteen im Oly: tz-Kritik

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Bruce Springsteen begeisterte die Münchner im Olympiastadion.

München - Auch das wahrhaft miserable Wetter konnte Bruce Springsteen am Sonntagabend bei seinem Tourneeauftakt im Münchner Olympiastadion nicht stoppen – ganz im Gegenteil! Die Konzertkritik: 

Ein Konzert mit der Gewalt eines Bulldozers – oder noch mehr … Nicht umsonst hat Rock-Urgestein Bruce Springsteen (63) seine aktuelle Torunee ja unter das Motto „Wrecking Ball“ (Englisch für „Abrissbirne“) gestellt. Am Sonntagabend gab er ein Konzert im Olympiastadion – und was für eines! Das wahrhaft miserable Wetter kann ihn nicht stoppen – im Gegenteil: Mit Who‘ll stop the Rain eröffnet er den Abend, und immer wieder kokettiert er mit den nicht enden wollenden Schauern und der lausigen Kälte.

Springsteen und seine E Street Band sind nach München gekommen, um wieder mal den Beweis dafür anzutreten: Das hier ist eine der besten Live-Formationen überhaupt. Die dem Publikum Born in The USA – nicht nur den Titel, sondern das ganze Album – um die Ohren haut, dass es nur so raucht. Und die bei Streets of Philadelphia trotzdem auch ganz sacht und ganz Feuerzeug-tauglich kann.

Bruce Springsteen: Sein Konzert in München

Bruce Springsteen: Sein Konzert im Münchner Olympiastadion

Dazu gehört immer eine ordentliche Portion Anspruch. Springsteen, der ein ums andere Mal mit dem Publikum agiert und so den ganz großen Entertainer gibt, will nach wie vor die Welt verbessern und sagt das auch durch jeden seiner Texte. Wrecking Ball ist sein mittlerweile 17. Studio-Album und passt perfekt in diese Tradition. Textlich rechnet Springsteen mit der Raffgier der Management-Gesellschaft ab – und musikalisch rockt er, eh klar. Wobei er sich zum Schluss auch ungeniert Anleihen bei Status Quo (Rockin‘ all over the world) und den Beatles (Twist and shout) nimmt.

tz

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