Bus mit jungen Münchnern verunglückt

"Wir haben plötzlich Schreie gehört"

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Der tschechische Reisebus mit deutschen Jugendlichen an Bord verunglückte nahe Lüttich.

Brüssel - Eine Gruppe deutscher Jugendlicher schrammt an einer größeren Katastrophe vorbei. Ihr Bus verunglückt in Belgien. Ein Begleiter stirbt. Die meisten Insassen werden nur leicht verletzt.

Es sollte nach Hause gehen, von Paris nach München. Doch bei der belgischen Gemeinde Cerexhe-Heuseux nahe der deutschen Grenze kam der Bus, in dem vorwiegend junge Passagiere aus München saßen, gestern gegen 6.15 Uhr von der Europastraße 40/42 ab und stürzte in den Straßengraben. Nach ersten Erkenntnissen war der Fahrer des in Tschechien registrierten Busses am Steuer eingeschlafen. Die Staatsanwaltschaft Lüttich ermittelt.

Ein Erwachsener, der die Jugendlichen begleitete, kam ums Leben. Inzwischen ist klar, dass der Tote – Jahrgang 1982 – aus Hessen stammte. Das sagte der Leiter des ärztlichen Notdienstes gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Er war laut der belgischen Nachrichtenagentur Belga mit einem Rettungshubschrauber in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht worden. Dort erlag er seinen Verletzungen. Er soll vorne im Bus gesessen haben.

Bus mit jungen Münchnern verunglückt in Belgien

Bus mit jungen Deutschen verunglückt in Belgien

24 Passagiere im Alter von 15 bis 20 Jahren wurden leicht verletzt in umliegende Krankenhäuser gebracht. Sie erlitten leichte Schnittwunden und andere kleinere Verletzungen, wie der Leiter des ärztlichen Notdienstes sagte. „Sie waren alle in einem Schockzustand“, ergänzte er. Insgesamt saßen in dem Fahrzeug 59 Personen. Die unverletzten Passagiere wurden in ein Sportzentrum gebracht und dort psychologisch betreut.

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes ist die deutsche Botschaft in Belgien eingeschaltet. „Sie steht mit den zuständigen belgischen Behörden in engem Kontakt“, sagte ein Sprecher des Ministeriums in Berlin.

„Eine große Katastrophe mit vielen Opfern ist heute wahrscheinlich verhindert worden“, erklärte die belgische Innenministerin Joëlle Milquet. Sie lobte die Rettungskräfte für ihre „Schnelligkeit, Effizienz und herausragende Professionalität“.

Ein belgischer Fernsehsender zeigte Bilder, auf denen mehrere Krankenwagen und Passagiere am Straßenrand zu sehen sind. „Ich habe geschlafen, als es passiert ist“, sagte eine junge Frau dem Sender. „Alles war in Ordnung, dann haben wir plötzlich Schreie gehört.“

Bis gestern Mittag konnten alle Verletzten wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Am Nachmittag reiste die Gruppe dann mit einem Ersatzfahrzeug aus Belgien ab.

mm/dpa

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