Die Quelle der Münchner Tradition

Brunnenfest: Tausende auf dem Viktualienmarkt

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Organisator Jürgen Kirner vor dem Karl-Valentin-Brunnen.

München - Zünftige Musik, beste Stimmung und jede Menge historischer Münchner Gewänder: Das ist das Brunnenfest am Viktualienmarkt.

Hier wurde Münchner Kulturgut am Freitag in seiner schönsten Form zelebriert – und das unter den Augen von Karl Valentin und anderen Münchner Größen. Die ihnen gewidmeten Brunnen verleihen dem Fest seinen Namen. Der Viktualienmarkt als Quelle der Münchener Tradition! Hier trifft sich jeder, der sich dem Münchner Liedgut und seiner Lebensart verschrieben hat. Dabei ist es egal, ob man sich als Bewahrer oder Erneuerer sieht: Hauptsache Gaudi, und zwar Münchnerisch! „Wir wollten hier nichts Volkstümliches, sondern Volkstum“, sagt Elke Fett, Sprecherin der Marktkaufleute. Zusammen mit der Künstlerin Petra Perle war ihr die Idee für das Brunnenfest gekommen. „Wir wollten etwas stattfinden lassen ohne Kosten für das Kommunalreferat.“ Auch Kulturreferent Hans-Georg Küppers ist begeistert: „Das Brunnenfest ist ein wichtiger Mosaikstein, um die Volkskultur weiter sichtbar zu machen.“

Das Brunnenfest steht in der Tradition der Münchner Volkssänger. „Zwischen 1850 und 1920 waren 800 Volkssänger bei der Stadt angestellt. Wir wollen diesen Geist wieder aufleben lassen“, sagt Jürgen Kirner, der Organisator dieses bunten Tages.

Karl Valentin und Liesl Karlstadt hätten sicher ihre Gaudi bei diesem Spektakel gehabt.

Florian Fussek

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