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Opposition stellt Standortfrage

Brunnthal: Es haktbei der neuen Turnhalle

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Das Rathaus in Brunnthal.

Selber eine neue Turnhalle bauen - oder mit Höhenkirchen-Siegertsbrunn kooperieren: In Brunnthal kommt in diese Diskussion neuer Schwung. Auch die Vereine sind gefragt.

Brunnthal - Brunnthal tut sich schwer beim Planen neuer Hallen-Ressourcen für den heimischen Sport. Ein Antrag der Opposition sowie ein Beschlussantrag der CSU-Fraktion kamen jüngst gar nicht zur Abstimmung. Es muss nachverhandelt werden, mit den örtlichen Nachbarn, dem Landkreis und dem Schulzweckverband. Eine „Kampfabstimmung“ zu den beiden unterschiedlichen Papieren wollte am Ende niemand.

Dennoch könnte das Thema, das durch die grassierende Raumnot der Sportvereine stetig an Dynamik gewinnt, im Kommunalwahlkampf eine wichtige Rolle spielen. Zunächst sind aber auch die Vereine gefragt – sie sollen ein Nutzungskonzept erarbeiten.

Beschlossen hat der Gemeinderat dagegen, beim Schul-Zweckverband und bei der Nachbargemeinde Höhenkirchen eine Kooperation zu beantragen, die eine Mitnutzung der neu geplanten Realschul-Sporthalle in Höhenkirchen durch die Brunnthaler Vereine ermöglicht.

Opposition für Halle bei den Nachbarn

Zur Sitzung des Gemeinderates am vergangenen Mittwoch hatte eine breite Phalanx der Opposition aus UBW, SPD, PWB und Grünen einen Antrag eingebracht, die Verwaltung möge sich „umgehend“ mit der Nachbarkommune Höhenkirchen-Siegertsbrunn, dem Schulzweckverband und dem Landkreis über den Bau einer gemeinsamen Mehrzweckhalle auf dem Gelände der künftigen Realschule Höhenkirchen an der Brunnthaler Straße abstimmen.

Am neuen Realschulstandort ist bislang eine Zweifach-Turnhalle vorgesehen. „Durch den Bau einer Dreifach- oder sogar Vierfachhalle könnte der dringend notwendige Bedarf für Brunnthaler Vereine und Bürger gedeckt und die Turnhalle der Grundschule entlastet werden“, heißt es im Antrag. Mit einer Kooperation könne eine Mehrzweckhalle „kostenbewusst, flächensparend und ressourcenschonend errichtet werden“, argumentieren die Antragsteller.

CSU will Neubau in der Gemeinde

Die CSU sieht das anders. „Dieser Antrag schießt über das Ziel hinaus“, erklärte Bürgermeister Stefan Kern (CSU). In einem eigenen Papier sprachen sich die Christsozialen für eine „Fortführung des vom TSV Brunnthal beantragten Beschlusses (..) über den Bau einer Dreifach-Mehrzweckhalle und einer zentralen Sportanlage“ auf Brunnthaler Flur aus. Die CSU verwies auf einen entsprechenden Beschluss mit 14:1 Stimmen des Gemeinderates von 2017. Verschiedene CSU-Räte argumentierten strikt gegen eine Millionen-Investition auf fremden Terrain.

So oder so dauert es Jahre

Eine mögliche Mitnutzung der Höhenkirchner Ressourcen etwa durch Brunnthals Vereine könne nur eine „Zwischenlösung“ darstellen. Auf Nachfrage betonte Rathauschef Kern, ein Zeitraum von acht Jahren sei für den Bau einer eigenen Halle realistisch. Kern verwies darauf, dass sich auch der Bau an der Nachbar-Realschule über rund sechs Jahre erstrecken werde.

Im eigenen Mehrjahresinvestitionsprogramm der Gemeinde seien derweil bereits 860 000 Euro an Planungsmitteln für einen Hallenbau eingestellt. Allerdings dürften die derzeit vor allem drängenden Fragen vom intensiven Neubau an Kindertagesstätten bis zu hohen Investitionen für Straßenbau und Wasserversorgung nicht durch ein Hallenprojekt gefährdet werden, so Kern.

Vereine in der Pflicht

Auch seien die Vereine in der Pflicht, ein gemeinsames Nutzungskonzept zu erarbeiten. Matthias Amtmann, in Doppelfunktion UBW-Gemeinderat und Vorsitzender des TSV Brunnthal, hatte in der Sitzung eingeräumt, dass entsprechende Anfragen seines Vereins beim Nachbarn TSV Hofolding noch offen seien. Schwer tut man sich in Teilen offenbar auch in der Kommunikation zum wichtigen Thema. Der Antrag der Fraktionen-Gemeinschaft lag zur Sitzung der Presse nicht vor. Nachfragen bei UBW und SPD blieben erfolglos. Erst das Rathaus machte den Text dem Münchner Merkur schließlich zugänglich. Es hakt noch an der ein oder anderen Stelle auf Brunnthals Weg zur neuen Halle.

Harald Hettich

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