Prozess wegen Körperverletzung

Brutaler Attacke im Laimer Park: Das sagt der Angeklagte

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Samembet G. (lila Pullover) gestern vor Gericht: Er gibt die Schläge zu.

München - Wie schwierig die Wahrheitsfindung in der Alkoholiker-Szene sein kann, zeigt sich im Prozess, um einen Mann, der einen flüchtigen Bekannten brutal zusammengeschlagen und beraubt haben soll.

Körperverletzung wirft die Staatsanwaltschaft Samembet G. (33), einem Münchner mit kasachischen Wurzeln, vor. Nach der Tat im Laimer Park soll der gelernte Elektro-Installateur dem Opfer dann einen Geldbeutel mit 500 Euro geraubt haben.

Der Angeklagte, der zum Zeitpunkt der Tat im Mai dieses Jahres zumindest angetrunken war, gab am Mittwoch beim Schöffengericht die Körperverletzung zu. Er sagt: „Es war so.“ Er bestreitet allerdings vehement, den Geldbeutel geraubt zu haben. Ein Spezl des Opfers, der tatenlos zuschaute, als Samembet G. losprügelte, kann sich jedenfalls nicht an einen Geldbeutel erinnern. Er hatte damals selber auch gute 1,8 Promille im Blut.

Auslöser der Attacke war laut dem Angeklagten eine Beleidung: „Der Andere hat mich als Schlitzauge bezeichnet und mich mit seinem Finger immer wieder an der Brust gestupst“. Samembet G. hatte an jenem Abend erst einen Kopfstoß gesetzt, danach hatten sich die Kontrahenten auf einer Parkbank weiter unterhalten. Aus diesem Gespräch heraus hatte der 1,95 Meter große und etwa 120 Kilo schwere Angeklagte den Mann niedergeschlagen. „Es waren schon zehn Faustschläge“, räumte er ein.

Der Prozess wird am 26. November fortgeführt.

JAM

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