Münchner brutal getötet

Mord an Ulf M.: Angeklagte ohne Reue 

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Zwei der fünf angeklagten im Prozess an Ulf M. verbergen im Gerichtssaal ihr Gesicht

München - Weil sie den Müncher Ulf M. beraubt, verschleppt und zu Tode geprügelt haben sollen, stehen in Sachsen-Anhalt fünf Männer vor Gericht. Sie zeigen keine Regung angesichts des qualvollen Verbrechens.

Mordmotiv: pure Habgier! Ulf M. (39) aus München ging arglos auf die Toilette auf einem Autobahnrastplatz an der A 9. Dort wartete eine Bande junger Männer aus Litauen, die ihn verschleppten und brutal misshandelten. Sie prügelten die Geldkarten samt Geheimnummern aus ihn heraus. Dann ließen sie ihn qualvoll und einsam sterben.

Nun sitzen die fünf mutmaßlichen Täter erneut wegen Mordes vor dem Land­gericht Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt, nachdem er erste Prozess wegen Erkrankung des Richters geplatzt war.

Laut Anklage sperrten die Täter nach der Prügel-Orgie ihr Opfer in einen Umzugstransporter, der einige Tage später entdeckt wurde. Die Angeklagten wurden in Litauen gefasst.

Nach der Tat hoben die Angeklagten mehrere Male 500 Euro vom Konto von Ulf M. ab und kauften Luxusgüter.

Als Oberstaatsanwalt Hermann-Josef Gerhards die Anklage verlas, zeigten die 21 bis 31 Jahre alten Angeklagten keine Regung. Zu den Vorwürfen äußerten sie sich nicht, kein Wort des Mitleids oder der Reue kam von ihren Lippen. Der Ankläger: „Sie nahmen den Tod des Opfers billigend in Kauf.“

tz

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