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Heimeranplatz

Brutaler Raub mit Elektroschocker

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Geständig: Florian H. (l.) und Markus W.

München - Manuel W. (27) dachte an nichts Böses, als er abends beim Heimeranplatz von zwei Typen angequatscht wurde. Doch dann spürte er einen brennenden Schmerz am Hals.

„Hast ’ne Zigarette?“ Manuel W. (27) dachte an nichts Böses, als er am späten Abend des 5. Januar beim Heimeranplatz von zwei Typen angequatscht wurde. Doch dann spürte er einen brennenden Schmerz am Hals, ging von Krämpfen geschüttelt zu Boden. Einer der Ganoven hatte ihn mit einem Elektroschocker niedergestreckt – um ihn auszurauben!

Im Zeugenstand vor dem Landgericht kann sich das Opfer, Manuel W., am Montag nur noch an den unerträglichen Schmerz erinnern – und dass die beiden Täter auf ihn einschlugen: „Mir hat noch wochenlang alles weh getan.“ Sein Geldbeutel mit 137 Euro, seinen Papieren, eine MVV-Wochenkarte und seine EC-Karte waren weg.

Wenige Tage nach dem brutalen Raubüberfall konnte die Polizei die beiden Verbrecher dingfest machen. Florian H. (31) und Markus W. (27) sind keine Unbekannten bei der Justiz, ihr Vorstrafenregister ist lang.

So hatte Florian H. schon einmal auf offener Straße eine Frau mit einer Schreckschusspistole bedroht, um ihre Handtasche zu rauben. Doch er kam damals mit einer Bewährungsstrafe davon.

Aber auch Haftstrafen schreckten die Ganoven nicht ab: Die beiden Angeklagten lernten sich im Gefängnis kennen –und planten neue Raubzüge.

Vor Gericht legten die beiden Angeklagten jetzt ein volles Geständnis ab. „Ich habe ihn nach einer Zigarette gefragt“, gab Florian H. zu Protokoll. „Dann habe ich im den Elektroschocker an den Hals gehalten. Er ging zu Boden.“ Dann habe er den Elektroschocker nochmals eingesetzt.

Doch damit nicht genug – der Angeklagte sagte eiskalt: „Ich habe ihm noch ins Gesicht getreten.“

Gerichtsmediziner Michael Bedacht erläuterte, dass der Einsatz eines Elektroschockers am Hals lebensgefährlich sei. Es drohe ein Herzstillstand.

Auf Rat ihrer beiden Verteidiger Marc Duchon und Roland Autenrieth entschuldigten sich die Angeklagten bei ihrem Opfer.

Den Tätern droht jetzt aber dennoch eine Mindeststrafe von fünf Jahren Haft. Angesichts ihrer Vorstrafen werden es wohl ein paar Jahre mehr.

Eberhard Unfried

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