Brutales Verbrechen in Tabledance-Bar

"Besoffen und geil": Vergewaltiger vor Gericht

Tinnapop K. vor Gericht

München - Ein 22-jähriger Mann "war besoffen und geil." Deshalb vergewaltigte er im Januar eine Tänzerin in einer Tabledance-Bar in Geretsried. Jetzt steht der Täter vor Gericht.

Als Mechatroniker-Lehrling verdiente Tinnapop K. (22) kaum mehr als 500 Euro im Monat, hatte Schulden und wenige Freunde. Das alles interessierte ihn wenig, wenn er am Wochenende loszog und Spaß haben wollte. So auch heuer am Abend des 13. Januar: „Ich war besoffen und geil“, sagt er vor dem Landgericht München II.

Eine schlechte Entschuldigung für seine brutale Tat, die er mit hängendem Kopf gesteht: In der Geretsrieder Tabledance-Bar Ceejay hat der gebürtige Thailänder die Tänzerin Adrienn F. (28) laut Anklage vergewaltigt. Das Drama um 3 Uhr nachts: Tinnapop K. tingelt durch die Diskotheken, volltrunken landet er im Ceejay und bucht zwei private Tänze – dann einen dritten im Separée. Der Anblick reicht ihm nicht, er will Sex mit den Tänzerinnen – die lehnen ab, es ist verboten. Mehrfach weist Adrienn F. ihren Gast darauf hin.

Der rastet aus: Als sich die Tänzerin vor ihm bückt, drückt er sie mit seinen 100 Kilo zu Boden – ihre Gegenwehr prügelt er so lange nieder, bis Adrienn F. bewusstlos ist. Dann vergewaltigt Tinnapop K. sie zwei Minuten lang – bis die Tür aufgeht und eine Kollegin hereinstürzt. „Ich hatte einen Blackout, es tut mir leid“, sagt er vor Gericht. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Andreas Thieme

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