Herr Ude, warum gibt’s am Riemer See nur einen Kiosk-Container?

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Am Riemer See können die Besucher nur in einem Kiosk einkehren.

München - Münchner Bürger fragen, Oberbürgermeister Christian Ude antwortet in der tz. Heute geht es um den fehlenden Gastronomiebetrieb am Riemer See.

Warum gibt es am Riemer See kein Restaurant wie an den anderen Ausflugsparks? Jedes Mal, wenn wir dort sind, ärgern wir uns über diesen Container, der überhaupt nicht in die Landschaft passt und nie offen ist. Es wäre doch ein perfekter Platz, ein gemütliches Lokal hinzustellen, wo man sich schön auf die Terrasse setzen könnte und den Blick auf den karibikblauen See genießen kann. Da der Park sowieso so steril gestaltet ist, würde es bestimmt eine Aufwertung sein zusätzlich zu dem wunderschönen Ausblick auf dem Berg.

M.V. Frisch, Wandergruppe, per E-Mail

OB Udes Antwort:

Dass der Riemer Park „steril“ sei, höre ich oft, und vor allem in den ersten Jahren konnte ich diese Kritik auch gut nachempfinden. Seit die Bäume und Sträucher gewachsen sind, wirkt der Park aber doch sehr viel natürlicher und einladender. Die Frage eines Restaurants hat die Stadt genau wie Sie gesehen. Deshalb wurde bei der Planung auch ein Gastronomiebetrieb vorgesehen, ebenso wie in allen anderen großen städtischen Parkanlagen. Ein entsprechender Bauraum ist im Bebauungsplan nördlich des Sees ausgewiesen.

Leider hat sich aber kein Privatinvestor gefunden, der das Restaurant auf Erbbaurechtsbasis bauen und betreiben wollte. Nicht einmal vor der Bundesgartenschau 2005 mit ihrem großen Publikumsandrang ließ sich ein Interessent finden. Im Übrigen kann man selbst an dem vorhandenen Kiosk feststellen, dass er sich nur bei gutem Badewetter einer ausreichenden Nachfrage erfreut. Die Stadt kann niemanden zwingen, eine unwirtschaftliche Wirtschaft zu realisieren.

Christian Ude

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