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Bürgerverein kämpft gegen Hundedreck!

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„Ich war‘s nicht!“: Wo ein Hundehaufen lag, steckt jetzt ein Fähnchen: Der Bürgerverein Lerchenau wünscht sich mehr Tüten für die Beseitigung.
„Ich war‘s nicht!“: Wo ein Hundehaufen lag, steckt jetzt ein Fähnchen: Der Bürgerverein Lerchenau wünscht sich mehr Tüten für die Beseitigung. © tz

Ein Grünstreifen im Münchner Norden übersät mit vielen kleinen Fähnchen – mit dieser Aktion will der Bürgerverein Lerchenau auf ein anrüchiges Problem aufmerksam machen: Die Hundehaufen in der Stadt.

50 Vereinsmitglieder versammelten sich gestern am Kremplhuberplatz, um gegen das dortige Hundeklo zu protestieren.

Etwa 28 000 Zamperl gibt es in München – und die hinterlassen täglich fünf Tonnen Dreck. Macht 1825 Tonnen im Jahr. Ein beachtlicher Teil davon landet auf Gehwegen oder Grünflächen der Stadt – und wird dort oft liegengelassen.

Aus diesem Grund veranstaltete der Bürgerverein seine Aufklärungsaktion, bei der jeder gefundene Hundehaufen mit einem Fähnchen markiert wurde. Für die Protestler – viele davon sind selbst Hundehalter – war klar, dass es hier sauberer werden muss. Dieter Tesch, der Vorsitzende des Bürgervereins: „Wir wollen das Bewusstsein der Öffentlichkeit für dieses Problem wachrütteln.“ Denn die Hundehäufchen sehen nicht nur eklig aus, sondern stellen auch ein gesundheitliches Risiko dar. „Bei Kontakt mit dem Kot können Krankheiten und Parasiten auf den Menschen übertragen werden“, so Tesch. Wer den Dreck seines Vierbeiners nicht wegräumt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 500€ rechnen.

Zum Glück sind die schwarzen Schafe in der Unterzahl. Tesch: „Die Mehrheit der Hundehalter räumt die Häufchen weg. Es ist ein kleiner Teil, der für den schlechten Ruf aller verantwortlich ist.“ Deswegen sei es ihm besonders wichtig, Hundehalter und ihre Vierbeiner nicht von vornherein zu verteufeln. Viel wichtiger ist, dass die Stadt ausreichend Tüten zum Beseitigen der Häufchen zur Verfügung stellt. In der ganzen Stadt gibt es 300 Tütenspender, aus denen täglich 11 000 Säckchen entnommen werden. Flächendeckend sind die Gratis-Tüten aber noch nicht verfügbar. Tesch: „Bisher stehen die Gratis-Spender nur in der Nähe von Grünflächen. Hunde gibt es aber überall!“

Christoph Lang

Quelle: tz

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