Red Bull X-Fighters in München

Youngster Ackermann bei Debüt auf Rang vier

München - Motocross-Talent Luc Ackermann hat bei den Red Bull X-Fighters im Olympiapark in München ein gelungenes Debüt gefeiert.

Für einen Moment stockt den Zuschauern der Atem. Wie schwerelos schwebt Luc Ackermann über München. Alle Hürden nimmt der Freestyle-Motocrosser souverän, auch die Wassergräben übersteht der 16-Jährige unbeschadet. Auf dem schwimmenden Kurs mitten im See des Olympiaparks geht es nicht nur darum, die besten Tricks möglichst fehlerfrei zu präsentieren, auch trocken sollte man trotz 35 Grad bleiben.

Ackermann nimmt den ungewöhnlichen Dreiecks-Kurs so locker wie ein alter Hase. „Mich hat das nicht sonderlich beschäftigt, dass ich hier auch im Wasser landen kann“, sagt Deutschlands große FMX-Hoffnung im Gespräch mit dem SID. Souverän meistert Ackermann nicht nur die Strecke und zieht bei seinem Debüt bei den Red Bull X-Fighters gleich ins Halbfinale ein, auch das Spiel mit den Zuschauern beherrscht er wie ein Profi.

Zunächst gilt es nach Platz neun in der Qualifikation die erste Runde zu überstehen und als einziger von vier Fahrern noch das letzte Ticket für das Viertelfinale zu lösen. Das erledigt der Youngster hochkonzentriert, doch dann bricht bei dem Lockenkopf der Entertainer durch. Bei der Vorstellung reißt sich Ackermann das Shirt vom Leib, darunter kommt ein Deutschland-Trikot zum Vorschein. Unter großem Jubel der 18.000 Zuschauer malt er mit einem Edding den vierten Stern auf.

„Eigentlich bin ich gar kein so großer Fußball-Fan, aber weil Deutschland den WM-Titel geholt hat, fand ich das richtig“, erzählt Ackermann später auf der Pressekonferenz. Dort dürfen normalerweise nur die besten drei sitzen, doch in München gibt es für den einzigen Deutschen eine Ausnahme - auch aufgrund seiner überraschend guten Leistungen im hochkarätig besetzten Feld. Schließlich holt Ackermann mit Platz vier so ganz nebenbei auch noch die beste Platzierung eines deutschen FMX-Riders auf der X-Fighters-Tour.

Den Termin mit den zahlreichen Medienvertretern bewältigt Ackermann mit links. Selbst die große Aufmerksamkeit in der Heimat kann ihn nicht aus der Ruhe bringen. Deutlich mehr an die Nerven geht da sein äußerst gefährliches Hobby. Selbst ohne Wasser rechts und links neben den zum Teil nur vier Meter breiten Streckenabschnitten sind die waghalsigen Tricks und Sprünge mit dem Motorrad alles andere als ungefährlich.

Als sein Kontrahent Thomas Pages im Viertelfinale stürzt, erschrickt nicht nur Ackermann. Doch der Franzose übersteht den spektakulären Sturz unverletzt und beschert dem Thüringer die Runde der letzten Vier. Dort unterliegt er dann Taka Higashimo deutlich. Der Japaner schafft es diesmal ohne eine unliebsame Begegnung mit dem kühlen Nass über die Strecke. Am Vortag war ihm aufgrund „eigener Blödheit“ noch sein Bike in den See geschliddert, die anderen waren gewarnt.

„Wenn Taka im Finale nicht wieder reinrutscht, sind wir ja dann heute alle trocken geblieben“, kommentiert Ackermann das Missgeschick seines Kontrahenten. Lediglich der Australier Josh Sheehan wird ganz am Ende doch noch nass: beim freiwilligen Bad nach seinem Sieg.

SID

Rubriklistenbild: © Marc Müller/Red Bull Content Pool/dpa

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