Ausblick auf 2016

Das bereitet den Naturschützern in Bayern besonders große Sorgen

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Hubert Weiger.

München - Am Montag gewährte der Landesvorsitzende des Bund Naturschutzes einen Ausblick auf 2016 - und schickte einen Appell an jedermann.

„Viele Menschen glauben, der Kampf für den Klimaschutz sei Politikersache. Dabei kann jeder einzelne etwas gegen den Klimawandel tun.“ Starke Worte des Landesvorsitzenden des Bund Naturschutzes, Hubert Weiger, der am Montag im Ratskeller einen Ausblick auf 2016 gewährte.

Sein Appell: Mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder mit dem öffentlichen Nahverkehr. Oder, wenn schon mit dem Auto, dann eines mit Elektroantrieb. Auch die Ernährung sei ein wichtiger Baustein für den Klimaschutz. Weiger: „Mit Bio-Produkten aus der Region und weniger Fleisch leistet man einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.“

Beim Thema Nahverkehr setzen die Naturschützer die Politik unter Druck: Münchens BN-Vorsitzender Christian Hierneis fordert den Verzicht auf den 2. Stammstreckentunnel und stattdessen die Realisierung der Stadt-Umlandbahn (SUB). „Damit könnte man die Lücken im jetzigen S-Bahnnetz viel schneller erschließen als mit langwierigen S-Bahn- oder U-Bahnplanungen.“ Die SUB wäre eine Tram, die im Außenbereich wenig Haltestellen anfahren würde und damit ein ähnliches Tempo wie eine U-Bahn erreichen könnte.

Was den Naturschützern besonders große Sorgen macht, ist der enorme Flächenfraß im Freistaat. „Aktuell werden in Bayern täglich 10,8 Hektar versiegelt“, so Weiger. Neue Straßen und Gewerbegebiete seien die größten Flächenfresser. Bei der dritten Startbahn sind die Naturschützer vorsichtig optimistisch. Die Leiterin der BN Fachabteilung München, Dr. Christine Margraf, konstatierte: „Der Ministerpräsident hatte sich unseren Argumenten gegen die dritte Startbahn durchaus aufgeschlossen gegenüber gezeigt.“

J. Welte

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