Bundesjustizministerin schaltet sich ein

Ministerin fordert rasche Gespräche mit Gurlitt 

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Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger drängt auf rasche Gespräche mit Kunsthändler Cornelius Gurlitt.

München - Eineinhalb Jahre herrschte Funkstille zwischen den Behörden und Kunsthändlersohn Cornelius Gurlitt. "Verwunderlich und nicht üblich" findet das die Bundesjustizministerin.

Im Fall des Schwabinger Kunstfundes drängt Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) auf rasche Gespräche zwischen dem Kunsthändlersohn Cornelius Gurlitt und den Justizbehörden. „Es ist schon wirklich verwunderlich und nicht üblich, dass eineinhalb Jahre vergehen, in denen der Beschuldigte nicht einvernommen wird“, sagte Leutheusser-Schnarrenberger dem Hessischen Rundfunk (hr) am Mittwoch. „Man muss einen Weg finden, vertrauensvoll mit ihm zu reden.“

Die Staatsanwaltschaft Augsburg hatte den spektakulären Kunstschatz im Frühjahr 2012 in Gurlitts Wohnung beschlagnahmt, darunter auch viele Werke der klassischen Moderne. Am Dienstag hatte die Behörde erklärt, sie wolle Gurlitt nun hunderte Bilder möglichst rasch wieder zurückgeben.  Dies soll aber nur für Kunstwerke gelten, die nicht im Verdacht der NS-Raubkunst stehen und die zweifelsfrei im Eigentum des 80-Jährigen stehen. „Dies ist überfällig“, sagte die Ministerin.

dpa

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