Haupt- und Ostbahnhof: Viele Einsätze

Münchner (24) beißt Polizisten ins Bein

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Mit mehreren Gewalttaten hatte es die Bundespolizei am Wochenende am Münchner Haupt- und Ostbahnhof zu tun.

München - Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung: Die Bundespolizei hatte am Wochenende am Haupt- und Ostbahnhof viel zu tun. Unter anderem wurde ein Beamter ins Bein gebissen und ein Mitarbeiter der Bahnhofsmission verprügelt.

Los ging der Einsatzmarathon am Samstag um 0.25 Uhr. Ein 46-jährger Russe wurde von einer Bundespolizeistreife volltrunken (2,82 Promille Atemalkohol) am Bahnsteig Gleis 20 im Hauptbahnhof angetroffen. Er konnte seinen Heimweg nach Allach nicht mehr alleine fortsetzen. Bei der Mitnahme zur Dienststelle bedrohte und beleidigte er die Beamten und widersetzte sich, so dass er mittels Handfesseln geführt werden musste. Er kam zur Ausnüchterung in Gewahrsam.

Gegen 2.45 Uhr erschien an der Wache des Ostbahnhofes ein 24-jähriger aus Berg am Laim, der über Brustschmerzen klagte. Bei der Personalienüberprüfung versuchte der Mann aus der Wache zu flüchten und widersetzte sich. Dabei verletzte sich ein 26-jähriger Bundespolizist am Arm und konnte seinen Dienst nicht fortsetzen. Ein 24-jähriger Bundespolizist wurde von dem Mann ins Bein gebissen, blieb jedoch unverletzt, da er einen Beinschutz trug. Bei dem 24-Jährigen wurde Betäubungsmittel aufgefunden.

Um 6.15 Uhr traf eine Streife der Bahnsicherheit im Warteraum des Münchner Hauptbahnhofes einen 25-jährigen aus Schwabing an, der keine Reiseabsichten und keine Fahrkarte hatte. Er lud im Wartesaal seinen Handyakku auf und attackierte die beiden DB-Mitarbeiter körperlich, als sie ihn des Bahnhofs verwiesen. Dabei benutzte er das Ladekabel als Schleuder und traf einen 42- jährigen Wachschützer mit dem Steckerteil am Kopf, so dass er eine Platzwunde erlitt.

Gegen 20.30 Uhr meldete sich ein 32-jähriger Rumäne in der Bahnhofsmission des Hauptbahnhofes weil er dort nächtigen wollte. Als ihm dies verweigert wurde, wurde er aggressiv, schleuderte eine Teetasse von sich, trat gegen zwei Stühle und ging anschließend auf einen 29-jährigen Mitarbeiter der Mission los. Er versuchte den Mann mit Fäusten zu schlagen und gegen ihn zu treten. Außerdem packte er den 26-Jährigen am Hals und drückte ihn gegen eine Glasscheibe. Aufgrund der Abwehrbewegungen und des Alkoholisierungsgrades (2,44 Promille Atemalkohol) wurde der Mann glücklicherweise nicht verletzt.

Am Sonntag (11. August) begegneten sich eine Frau und ein Mann, die bereits in einer Lokalität am Kunstpark Ost verbal aneinandergeraten waren, um 11.55 Uhr am Personentunnel des Ostbahnhofes erneut. Dabei soll der 33-jährige Türke der 54-jährigen Serbin ans Gesäß gegriffen haben. Die Frau schlug dem Mann darauf mit der flachen Hand ins Gesicht worauf sich eine Rangelei mit wechselseitigen Körperverletzungsdelikten ergab. Während bei der Frau keine Alkoholwerte gemessen wurden, hatte der Türke 2,3 Promille Atemalkohol. Beide blieben unverletzt.

Gegen 21.20 Uhr wollte ein 32-jähriger Rumäne ein Lebensmittelgeschäft am Hauptbahnhof nicht verlassen. Auch nach einer Kontrolle durch die Bundespolizei und einem Platzverweis weigerte er sich das Geschäft bzw. den Bahnhof zu verlassen. Unvermittelt schlug der Mann dann mit dem Kopf gegen eine Scheibe des Ladens. Der Mann wurde daraufhin gefesselt und mit einem Fahrzeug zur Wache verbracht. Im Fahrzeug schlug er mit seinem Kopf gegen die Metallverkleidung des Fahrzeugs. Aufgrund der hohen Selbstverletzungsgefahr und wegen Suizidgefährdung wurde er ins Krankenhaus verbracht. Eine Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von 1,61 Promille.

In den vorgenannten Fällen ermittelt die Bundespolizei gegen einzelne Personen wegen (zum Teil gefährlicher) Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung und Widerstandes.

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