Alkohol war auch im Spiel

Schläge, Watschen, Schubser: Polizei meldet Aggro-Wochenende

Gleich mehrfach musste die Bundespolizei am Wochenende bei Handgreiflichkeiten im Bahnbereich einschreiten. Von Watschen bis Schubsern ins Gleis war alles dabei.

Am frühen Freitagmorgen, kurz nach Mitternacht, gerieten laut Polizei in der S8 zwischen den Haltepunkten Hackerbrücke und Ostbahnhof insgesamt sechs Personen (24 - 30 Jahre) in zunächst verbale Streitigkeiten. Im weiteren Verlauf kam es zu Beleidigungen zwischen Einzelnen. Ein 29-jähriger Deutscher schüttete einem 24-jährigen Deutschen zudem Bier über das Hemd. Anschließend kam es zwischen den beiden Kontrahenten zu Faustschlägen ins Gesicht, wovon sie jedoch keine sichtbaren Verletzungen davon trugen. Es wird wegen Beleidigung und Körperverletzung ermittelt. 

Samstagnacht, gegen 2.30 Uhr, ging ein 20-jähriger Deutscher am Hauptbahnhof München grundlos auf zwei auf einer Bank sitzende, ihm unbekannte junge Männer aus Bonn los. Zunächst gab er einem der Beiden eine Ohrfeige, wobei er ihn jedoch nur leicht traf. Obwohl ein Begleiter des Ohrfeigenden diesen von weiteren Taten abzuhalten versuchte, trat er weiterhin an den zweiten Sitzenden heran, schob ihn von der Bank und zog ihm seinen Fahrrad-Klickpedal-Schuh aus, um ihn anschließend damit zu bewerfen. Der Bonner wurde hierbei nur leicht am Ohr gestreift. Bei dem Tatverdächtigen aus dem Landkreis Bad Tölz konnte ein Atemalkoholwert von 1,56 Promille festgestellt werden. Gegen ihn wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Am Sonntagmorgen gegen 4 Uhr sprach ein bisher unbekannter Mann am Ostbahnhof München zwei 24- und 27-jährige Münchner an und zeigte ihnen auf einem Smartphone das Wort "Geldbörse". Die Münchner wichen dem Mann aus und gingen in den Eingangsbereich des Ostbahnhofes. Der Unbekannte folgte ihnen und schlug dem 24-jährigen mit dem Knie ins Gesicht. Danach flüchtete er mit seinem Begleiter. Der 24-jährige erlitt eine aufgeplatzte Lippe sowie ein geschwollenes Auge. Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. 

Sonntagabend, gegen 23 Uhr, führten Mitarbeiter des S-Bahn-Prüfdienstes Fahrscheinkontrollen in der S7 durch. Nach dem Haltepunkt Harras gab es bei einer Kontrolle Unregelmäßigkeiten mit einem Fahrschein. Aufgrund dessen flüchtete der bisher unbekannte Fahrscheinbesitzer mit seiner Begleiterin am Haltepunkt Donnersberger Brücke aus der S-Bahn in Richtung Aufgang. Hierbei stieß der Unbekannte eine unbeteiligte Person vom Bahnsteig in den Gleisbereich. Diese wurde glücklicherweise nicht verletzt und konnte sich selbst aus dem Gefahrenbereich entfernen. Gefahr durch einen einfahrenden Zug bestand nicht. Es wird wegen gefährlicher Körperverletzung und Erschleichen von Leistungen ermittelt.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

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