Mutter mit 4,3 Promille am Hauptbahnhof

Dieser Bundespolizist war kurzzeitig Babysitter

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Ein "Ersatzvater" der Bundespolizei hat sich in den ersten Stunden um das Baby gekümmert. Die Mutter nüchterte derweil aus.

München - Eine Frau (34) fiel Beamten der Bundespolizei auf, weil sie am Hauptbahnhof stockbesoffen einen Kinderwagen vor sich herschob. In dem Wagen lag ihr neun Wochen alter Säugling.

Viel zu tief hat eine 34-jährige Frau am Donnerstag ins Glas geschaut. Das berichtet die Bundespolizei.

Mit 4,3 Promille im Körper war die aus dem Landkreis Starnberg stammende Frau durch den Hauptbahnhof gewankt. Auffällig wurde sie, weil sie in diesem Zustand einen Kinderwagen vor sich her schob, in dem ein neun Wochen alter Säugling lag.

Beamte der Bundespolizei nahmen Mutter und Kind in Schutzgewahrsam. Nachdem der Kindsvater derzeit im Krankenhaus liegt und keine weiteren Familienangehörigen ermittelt werden konnten, wurde das Jugendamt über den Vorfall informiert. Noch am gleichen Abend kam der Säugling in eine Münchner Pflegefamilie. Bis zum Zeitpunkt der Abholung widmete sich ein Beamter der Bundespolizei - mit aller Hingabe - seinen unerwarteten „Ersatzvaterpflichten“. Die Beamten passen wohl jetzt ganz besonders auf die weitere Entwicklung des Kindes auf.

Die leibliche Mutter wurde über mehrere Stunden in den Räumen der Bundespolizeiinspektion München ausgenüchtert. Beim Verlassen der Dienststelle wurde ihr mitgeteilt, dass sie sich am heutigen Freitag an das Sozialreferat der Stadt München über den weiteren Fortgang der Angelegenheit wenden kann.

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