Spannender Wahlabend

146 Stimmen! Irres Finale um Direktmandat in München - Kandidatin (28) sorgt für „historisches“ Ereignis

Jamila Anna Schäfer von den Grünen gewann den Wahlkreis München-Süd mit 27,5 Prozent der Stimmen.
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Jamila Anna Schäfer von den Grünen gewann den Wahlkreis München-Süd mit 27,5 Prozent der Stimmen.

News zur Bundestagswahl: In München sind nun vorläufige Ergebnisse da. In einem Wahlkreis entschieden wenige Stimmen über den Sieger.

  • Der Wahlabend wurde in München zu einem regelrechten Krimi.
  • Im Westen entschieden 0,1 Prozent über das Direktmandat (Update 22.39 Uhr).
  • Jamila Schäfer hat im Süden der Landeshauptstadt das erste Direktmandat für die Grünen geholt (Update 27. September, 10.14 Uhr).

Update vom 27. September, 10.11 Uhr: Nicht weniger als „historisch“ sei das erste Direktmandat im Freistaat, twitterten die bayerischen Grünen noch am Sonntagabend. Die Glückwünsche gelten der 28-jährigen Jamila Schäfer, die sich im Münchner Süden gegen CSU-Kontrahent Michael Kuffer durchsetzen konnte.

Update vom 27. September, 7.01 Uhr: Was für ein Kopf-an-Kopf-Rennen war das in München. Am Ende konnte Stephan Pilsinger (CSU) das Direktmandat für den Wahlkreis München West/Mitte haarscharf für sich entscheiden. Nur 146 Stimmen (vorläufiges Ergebnis laut KVR) machten den Unterschied (53302 vs. 53156). Grünen-Kandidat Dieter Janecek unterlag denkbar knapp. Das einzige Direktmandat für die Grünen in der Landeshauptstadt holte Jamila Schäfer für den Süden.

Bundestagswahl 2021 in München: Grüne stärkste Kraft - Trotzdem nur ein Direktmandat

Insgesamt waren die Grünen in den Zweistimmen stärkste Kraft in der Landeshauptstadt. Hier die München-Ergebnisse der Zweistimmen im Überblick:

  • Grüne: 26 Prozent
  • CSU: 23,8 Prozent
  • SPD: 19 Prozent
  • FDP: 13,7 Prozent
  • AfD: 4,6 Prozent
  • LINKE: 4,1 Prozent
  • Freie Wähler: 2,6 Prozent

23.15 Uhr: Die vorläufigen Ergebnisse für München nun noch einmal im Überblick: Bei den Zweitstimmen sind die Grünen vor CSU und SPD stärkste Kraft. Drei der vier Direktmandate gehen an die CSU. Im Süden beschert Jamila Schäfer den Grünen das erste Direktmandat in Bayern.

23.13 Uhr: Kurz darauf zieht der Süden nach. Damit sind die Auszählungsarbeiten am Sonntagabend beendet. Demnach hat sich Jamila Schäfer von den Grünen mit 27,5 Prozent vor CSU-Mann Michael Kuffer durchgesetzt.

23.07 Uhr: Inzwischen hat das KVR das vorläufige Ergebnis für den Norden übermittelt: Bernhard Loos (CSU) gewinnt mit 25,7 Prozent vor der Grünen Doris Wagner (24,2 Prozent).

Bundestagswahl 2021 in München: Grüne bei den Zweitstimmen vorne

22.57 Uhr: Noch müssen wir auf vorläufige Ergebnis für Nord und Süd warten. Bei den Zweitstimmen lassen die Grünen mit einem relativ deutlichen Sieg aufhorchen:

  • Grüne: 26,0 Prozent
  • CSU: 23,8 Prozent
  • SPD: 19,0 Prozent
  • FDP: 13,7 Prozent
  • AfD: 4,5 Prozent
  • Linke: 4,1 Prozent
  • Freie Wähler: 2,6 Prozent
  • Übrige: 6,3 Prozent

22.39 Uhr: Das vorläufige Ergebnis für den Westen ist da; Stephan Pilsinger (CSU) hat demnach mit 0,1 Prozent Vorsprung die Oberhand behalten. Im Osten hat sich Wolfgang Stefinger für die Christ-Sozialen souverän mit 31,7 Prozent durchgesetzt.

Im Münchner Norden und Süden fehlt jeweils noch ein Gebiet.

Skandal bei Bundestagswahl: Söder knöpft sich Aiwanger vor - „Geht überhaupt nicht“

22.35 Uhr: CSU-Chef Markus Söder hat Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger am Sonntagabend gleich doppelt angegriffen: Zum einen kritisierte der bayerische Ministerpräsident seinen Stellvertreter, weil dieser noch während der laufenden Stimmabgabe Zahlen aus einer Nachwahlbefragung der Forschungsgruppe Wahlen auf Twitter verbreitet hatte - verbunden mit dem Aufruf, die „letzten Stimmen“ den Freien Wählern zu geben. Der Tweet war nach kurzer Zeit wieder gelöscht.

„Das geht überhaupt nicht“, sagte Söder am Sonntagabend im BR Fernsehen. „Da muss man auch nochmal drüber reden, wie das da weitergeht.“ Er forderte von Aiwanger zugleich eine „Rückkehr zur Sacharbeit“ und wieder einen Stil, der den Regierungsämtern, die man habe, gerecht werde. Die Regierungsarbeit in Bayern habe unter den Bundestagswahlkampf-Ideen der Freien Wähler gelitten, kritisierte der bayerische Ministerpräsident. „Das muss jetzt auch ein Ende finden.“

22.32 Uhr: Was für ein Showdown! Stephan Pilsingers (CDU) Vorsprung im Westen ist auf 0,1 Prozent geschrumpft. Schafft Dieter Janecek doch noch einmal die Wende?

22.31 Uhr: Jetzt sind nur noch zwei der 926 Gebiete offen. Stephan Pilsinger hat im Kampf um das Direktmandat im Münchner Westen weiter die Nase vorne. Kurz vor dem Ende liegt der 34-jährige Arzt 0,4 Prozent vor dem Grünen Dieter Janecek. Jamila Schäfer wird für die Grünen im Süden wohl das erste Direktmandat in ganz Bayern einfahren.

21.38 Uhr: 13 Gebiete verbleiben. Bei den Zweitstimmen haben die Grünen ihren Anteil auf 25,9 Prozent erhöht. Die CSU wird klar zweitstärkste Kraft (derzeit 23,8 Prozent), die SPD folgt mit Sicherheitsabstand auf Rang drei (19,0 Prozent).

21.26 Uhr: Es geht munter weiter; 910 Gebiete sind ausgezählt. Lediglich 16 fehlen noch. Nach derzeitigem Stand fallen drei Direktmandate an die CSU, eines an die Grünen. Im Westen bleibt Stephan Pilsinger knapp vor dem Grünen Dieter Janecek: 27,2 respektive 26,8 Prozent.

Bundestagswahl 2021 live: Irres Finale in München

21.08 Uhr: Endspurt bei der Auszählung: 857 von 926 Gebieten sind inzwischen ermittelt. Womöglich ist die Arbeit der Wahlhelfer heute Abend getan. Bei den Zweitstimmen liegen die Grünen (25,8 Prozent) vor CSU (23,9 Prozent) und SPD (19,0 Prozent).

20.57 Uhr: Es bleibt wahnsinnig spannend im Westen: Kaum ist Dieter Janecek wieder knapp vorne und sichert den Grünen gerade das zweite Direktmandat, schlägt Konkurrent Pilsinger zurück und setzt sich an die Spitze. In den anderen Wahlkreisen ist die Führungslage unverändert: Im Süden liegt Jamila Schäfer (Grüne) knapp vor Michael Kuffer (CSU). Wolfgang Stefinger (CSU) wird den Osten souverän für sich entscheiden und im Norden setzt sich Bernhard Loos (CSU) von Doris Wagner (Grünen) ab.

20.39 Uhr: Führungswechsel in München-West/Mitte: CSU-Mann Stephan Pilsinger hat Grünen-Kontrahent Dieter Janecek nach 171 von 242 ausgezählten Gebieten jetzt überholt, mit lediglich 0,1 Prozent Vorsprung. Damit fallen jetzt gerade drei von vier Direktmandaten an die CSU.

20.36 Uhr: Ein Update zu den Zweitstimmen in der Isar-Metropole, nachdem jetzt 637 von 926 Gebieten ausgezählt sind.

  • Grüne: 25,4 Prozent
  • CSU: 23,1 Prozent
  • SPD: 19,6 Prozent
  • FDP: 13,4 Prozent
  • AfD: 5,1 Prozent
  • Linke: 4,3 Prozent
  • Freie Wähler: 2,5 Prozent
  • Übrige: 6,6 Prozent

Bundestagswahl live: Die aktuelle Lage in den Münchner Wahlkreisen

20.07 Uhr: Gleich drei Bewerber dürfen sich noch Hoffnungen auf das Direktmandat im Münchner Norden machen. Bernhard Loos (CSU, 24,7 Prozent), Florian Post (SPD, 23,3 Prozent) und Doris Wagner (Grüne, 22,8 Prozent) liegen sehr dicht beisammen, nachdem etwa die Hälfte des Bezirks ausgezählt ist.

Relativ souverän sieht Amtsinhaber Wolfgang Stefinger (CSU) im Münchner Osten aus. Er liegt nach 116 von 244 ausgezählten Gebieten souverän vor Vaniessa Rashid von den Grünen (21,4 Prozent).

Wahnsinnig spannend geht es dagegen im Süden zu. Jamila Schäfer (Grüne, 26,6 Prozent) und Michael Kuffer (CSU, 26,3 Prozent) liefern sich ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen. 129 von 216 Gebieten sind ausgezählt.

Und auch in München-West/Mitte dürfte es noch eng werden. Dieter Janecek (Grüne, 26,5 Prozent) liegt derzeit hauchzart vor CSU-Widersacher Stephan Pilsinger (25,9 Prozent).

20.00 Uhr: Nach 352 ausgezählten Gebieten teilen CSU und Grüne die vier Direktmandate weiter unter sich auf (siehe Update von 19.39 Uhr).

Bei den Zweistimmen sieht es derzeit wie folgt aus:

  • Grüne: 24,6 Prozent
  • CSU: 22,4 Prozent
  • SPD: 19,7 Prozent
  • FDP: 13,1 Prozent
  • AfD: 6,1 Prozent
  • Linke: 4,7 Prozent
  • Freie Wähler: 2,4 Prozent
  • Übrige: 7,0 Prozent

19.47 Uhr: SPD-Bürgermeisterin Verena Dietl äußert sich am Wahlabend: „Die SPD hat bewiesen, dass sie Wahlen gewinnen kann. Jetzt hoffen wir, dass unsere Direktkandidaten Erfolg haben, in allen vier Bezirken ist alles drin. Die Münchner Kandidaten haben im Wahlkampf alles gegeben. Wir machen Politik nah am Menschen.“

Kopf-an-Kopf-Rennen um Münchner Direktmandate

19.39 Uhr: 193 Gebiete sind ausgezählt. Aktuell vereinen Grüne und CSU jeweils zwei Direktmandate auf sich. Bernhard Loos und Wolfgang Stefinger für die Christsozialen im Münchner Norden und Osten. Im Süden und Westen haben Jamila Schäfer respektive Dieter Janecek für die Grünen die Nase vorne.

19.35 Uhr: CSU-Chef Markus Söder hat an den historisch schlechten Zustimmungswerten seiner Partei zu knabbern, kann ihnen aber dennoch Positives abgewinnen. „Unser Ergebnis in Bayern gefällt uns nicht, ganz im Gegenteil, es ist kein zufriedenstellendes Ergebnis“, sagte Söder am Sonntagabend in Berlin. „Aber es liegt doch deutlich über dem Bundesergebnis und ist zumindest ein substanzieller Beitrag.“ Für die CSU seien zwei Wegmarken wichtig gewesen: Über 30 Prozent in Bayern und über 5 Prozent bundesweit zu erreichen. 

19.27 Uhr: In den Stimmkreisen wechselt der Name des derzeit Führenden fast schon minütlich. Bei den Zweitstimmen liegen die Grünen nach 93 ausgezählten Gebieten mit 24,4 Prozent vorne. CSU (22,3 Prozent) und SPD (19,6 Prozent) folgen auf den Plätzen.

„Ich freue mich, den Münchner Süden in Berlin zu vertreten“, gibt Sebastian Roloff zu Protokoll. Sollte es mit dem Direktmandat nicht klappen, hat er über die Liste den Platz im Bundestag sicher. Ausschlaggebend für den Erfolg sei der Kandidat gewesen: „Olaf Scholz hatte die beste Kandidatenkompetenzen.“ 

Wahl-Krimi in München bahnt sich an: Direktmandate hart umkämpft

19.19 Uhr: Ein nächster Zwischenstand bei 28 von 926 ausgezählten Gebieten in München.

Erststimmen:

  • CSU: 25,2 Prozent
  • Grüne: 24,6 Prozent
  • SPD: 21,5 Prozent
  • FDP: 10,2 Prozent
  • AfD: 5,6 Prozent
  • Die Linke: 3,9 Prozent
  • Freie Wähler: 2,5 Prozent
  • Übrige: 6,5 Prozent

Zweitstimmen:

  • CSU: 22,1 Prozent
  • Grüne: 24,2 Prozent
  • SPD: 20,0 Prozent
  • FDP: 13,5 Prozent
  • AfD: 6 Prozent
  • Die Linke: 4,3 Prozent
  • Freie Wähler: 2,3 Prozent
  • Übrige: 7 Prozent

Bundestagswahl 2021 live: Auszählung in München hat begonnen

19.12 Uhr: Es geht nun Schlag auf Schlag. Die KVR-Übersicht weist inzwischen 15 ausgezählte Gebiete aus, die Kräfteverhältnisse werden sich dadurch in den nächsten Minuten und Stunden laufend verschieben.

19.02 Uhr: Nun sind auch die ersten Zahlen aus München da! CSU und SPD liegen bei den Erststimmen demnach beinahe gleich auf (22,7 und 22,8 Prozent). An der Spitze liegen die Grünen mit 27 Prozent. Doch Vorsicht: Laut KVR sind erst drei von 926 Gebieten ausgezählt. Was die Grünen freuen dürfte: Nach acht ausgezählten Gebieten fallen drei Stimmkreise (Nord, Süd, West/Mitte) an ihre Kandidaten.

Bei den Zweitstimmen sieht es zunächst so aus: CSU 19,9 Prozent, SPD 20,0 Prozent, Grüne 27,6 Prozent. Die Zahlen werden nun laufend aktualisiert.

18.49 Uhr: Daniel Föst (FDP-Direktkandidat München Nord und Landesvorsitzender) erklärt: „Es ist ein Wechselbad der Gefühle. Jetzt deutet aber vieles darauf hin, dass wir beide Wahlziele erreicht haben. Wir sind wieder zweistellig, und es kann keine vernünftige Regierung geben ohne die FDP – wenn man mal von dem masochistischen Versuch der GroKo absieht. Viele in Deutschland haben gemerkt, dass es nicht so bleiben kann, wie es ist.“

Nach Aiwanger-Skandal: Keine Partystimmung bei den Freien Wählern in München

18.38 Uhr: Bei den Freien Wählern (Bayern-Hochrechnung zunächst 6 Prozent) kommt in München auch keine Partystimmung auf. Wirtschaftsminister Aiwanger, der zuvor mit seinem Twitter-Beitrag für Furore gesorgt hatte (Update 16.23 Uhr), sitzt im Nebenraum und trinkt Mineralwasser.

Hubert Aiwanger sitzt mit seinen Kollegen von den Freien Wählern in München zusammen.

18.24 Uhr: In der CSU löst das mutmaßlich schlechteste Abschneiden der Partei bei Bundestagswahlen seit mehreren Jahrzehnten Enttäuschung aus. „Was das CSU-Ergebnis betrifft, so sind das natürlich Zahlen, die können in absoluter Höhe nicht zufriedenstellen“, sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume im Bayerischen Fernsehen. Auf erste Prognosen für München muss unterdessen weiter gewartet werden.

18.21 Uhr: KVR-Chef und Wahlleiter Thomas Böhle ist mit dem technischem Ablauf der Wahl in München äußerst zufrieden. Alles sei reibunglos gelaufen. Stimmen wurden bis zuletzt in die Wahlbriefkästen geworfen. Böhle geht von einer beachtlicher Wahlbeteiligung von 80 Prozent aus.

18.14 Uhr: In München warten die Bewerber gespannt auf ihr Ergebnis. Mit Bezug auf die Hochrechnungen für Bayern und Bund sagte der Grüne Dieter Janecek: „Wir sind erstmal zurückhaltend, weil wir nicht wissen, ob das tatsächlich valide Zahlen sind. Wir hätten uns mehr gewünscht, warten jetzt aber ab.“ Bei der FDP ist die Stimmung derweil bestens. Die Rede ist von einem historischen Wahlergebnis, wie unser Reporter vor Ort berichtet.

Bundestagswahl 2021 live: Watschn für Söders CSU - Erste Bayern-Prognose

18.05 Uhr: Die CSU muss bei der Bundestagswahl in Bayern einer ersten Prognose zufolge deutliche Verluste hinnehmen. Nach ersten Infratest-dimap-Zahlen des Bayerischen Rundfunks landen die Christsozialen unter Parteichef Markus Söder nur noch bei 33 Prozent - vor vier Jahren hatten sie 38,8 Prozent erreicht. Damit wohl das zweitschlechteste Ergebnis im Freistaat seit 1949.

Die SPD kann der BR-Prognose zufolge in Bayern mit 16,5 Prozent rechnen, die Grünen landen demnach bei 14 Prozent. Die FDP erreicht laut Prognose 11 Prozent, die AfD 10 Prozent. Die Freien Wähler können den Zahlen von 18.00 Uhr zufolge mit 6 Prozent rechnen, die Linke mit 3 Prozent.

18.00 Uhr: Rien ne va plus - nichts geht mehr. In der Landeshauptstadt haben die Wahllokale inzwischen geschlossen, die Wahlvorstände beginnen mit der Auszählung. Erste Hochrechnungen werden nun mit Spannung erwartet.

Seija Knorr-Köning von der SPD (kandidiert im Münchner Westen) gibt sich optimistisch: „Wir haben alles getan und so einen tollen Wahlkampf gehabt, deshalb gibt es überhaupt keinen Grund, aufgeregt zu sein.“ Für das Bundesgebiet liegen erste Hochrechnungen bereits vor.

17.27 Uhr: Es wird langsam ernst. Um 18 Uhr schließen in München die Wahllokale. Kurz darauf werden auch die ersten Hochrechnungen erhofft.

17.13 Uhr: Bei der CSU-Wahlparty gibt es Prosecco-Aperol und Paulaner. Und sehr angespannte Gesichter, wie von dort übermittelt wird. Ein Ergebnis im Bund hinter der SPD und in Bayern unter 30 wäre ein Desaster - auch für die CSU. Hinter den Kulissen beraten im Moment Markus Söder in Berlin und sein Generalsekretär Markus Blume in München über die Reaktionen nach 18 Uhr.

CSU-Generalsekretär poltert nach Aiwanger-Aktion: „Unglaublicher Fall von Wahlmanipulation“

16.54 Uhr: CSU-Generalsekretär Markus Blume griff Aiwanger nach dessen Vorstoß (siehe Update von 16.23 Uhr) scharf an und forderte Konsequenzen. „Hubert Aiwanger verbreitet vor 18 Uhr Prognoseergebnisse und verbindet sie mit einem Wahlaufruf“, schrieb Blume auf Twitter und fügte hinzu: „Ein unglaublicher Fall von Wahlmanipulation und Wählerbeeinflussung. Das ist zutiefst undemokratisch und muss Konsequenzen haben!“

Bundestagswahl live: Aiwanger sorgt für Mega-Skandal - Tweet zu Prognose-Zahlen verschwindet

16.23 Uhr: Gar nicht sauber, was Hubert Aiwanger da am Sonntagnachmittag gemacht hat. Offenbar fiel das auch bei den Freien Wählern auf. Ein Tweet, den Aiwanger zu Exit Polls (Wahltagsbefragungen) der Forschungsgruppe Wahlen abgesetzt hatte, ist inzwischen wieder gelöscht.

Christian Deutschländer, Ressortleiter Politik beim Münchner Merkur, hat den Beitrag allerdings gesichert. Als „eherne“ Regel gilt, dass Exit Polls erst veröffentlicht werden dürfen, wenn die Wahllokale geschlossen sind. Festgehalten ist das auch im Bundeswahlgesetz. Die Rede ist von einer Ordnungswidrigkeit, die mit einer Strafe von bis zu 50.000 Euro belegt werden kann.

Bei Bundestagswahl 2021: Hohe Beteiligung in München

15.04 Uhr: Neue Zahlen zur Wahlbeteiligung: In München hatten bis 13 Uhr schon deutlich mehr 60 Prozent der Wähler und Wählerinnen ihre Stimme abgegeben. Dort ist der Anteil der Briefwähler schon mit eingerechnet. Ein ähnlicher Wert war bei der letzten Bundestagswahl im Jahr 2017 erst zwischen 15.00 und 16.00 Uhr erreicht worden. 

13.37 Uhr: Gut 40 Kilometer südlich der Landeshauptstadt hat inzwischen auch das prominenteste Ehepaar von Wolfratshausen gewählt: Dr. Edmund Stoiber und Frau Karin haben ihre Kreuze in der Grundschule gemacht. Ein gut gelaunter Ex-Ministerpräsident plauschte noch mit den Wahlhelfern und ließ sich für das Fernsehen interviewen, bevor er mit seiner Gattin nach Hause spazierte.

11.54 Uhr: Bereits zur Mittagszeit zeichnet sich in Bayerns größten Städten eine höhere Wahlbeteiligung ab - München inklusive. Bis um 11 Uhr am Vormittag hatten in der Landeshauptstadt schon knapp 60 Prozent der Wähler ihre Stimme abgegeben. Damit knackt München einen neuen Wahl-Rekord - denn ein ähnlicher Wert war bei der letzten Bundestagswahl im Jahr 2017 erst gegen 14 Uhr erreicht. Besonders hoch in der Stadt ist übrigens der Anteil der Briefwähler.

Bundestagswahl in München: 60 Prozent haben bereits gewählt

11.31 Uhr: Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat - an der Seite von Ehefrau Karin Baumüller - bereits seine Stimme für die Bundestagswahl abgegeben. Angesichts des Wahlausgangs sei er zwar nicht nervös, jedoch etwas angespannt, verriet der CSU-Chef im Wahllokal im Nürnberger Stadtteil Mögeldorf.

Bundestagswahl in Bayern: Söder hat gewählt - und rechnet mit knappem Ergebnis

„Es gibt schönere Tage“, fügte er hinzu. „Es gibt keinen schwierigeren Tag als den Wahltag, weil man wartet und wartet und wartet und hofft, irgendein gutes Signal zu bekommen“, betonte er.

Er werde die Geburtstagsfeier von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) besuchen und dann nach Berlin fahren, beschrieb er seinen Tagesablauf. Söder: „Ich hoffe, dass Armin Laschet den Regierungsauftrag bekommt.“ Aber: Es werde sicher knapp und daher spannend.

10.14 Uhr: Die Wahl im Freistaat verspricht spannend zu werden. Abgesehen vom bundesweiten Wahlergebnis wird in Bayern mit Anspannung erwartet, wie die CSU am Ende abschneidet. Umfragen in Bayern hatten die Christsozialen zuletzt unter der 30-Prozent-Marke gesehen. Damit droht der Partei unter Chef Markus Söder ein neuer Negativ-Rekord, auch der Verlust der Fünf-Prozent-Hürde ist nicht ausgeschlossen.

Hintergrund dazu: Um es in den Bundestag zu schaffen, benötigt eine Partei deutschlandweit mindestens 5 Prozent der Zweitstimmen. Falls die CSU diese Hürde nicht überspringt, kann ihr der Einzug in den Bundestag dennoch gelingen: Dazu müsste sie mindestens drei Direktmandate gewinnen. Insofern besitzt diese Regelung ein Stück weit auch symbolischen Charakter. Bisherige Tiefststand der Partei waren bis dato übrigens 29,2 Prozent bei der Wahl 1949.

Bundestagwahl in München: Droht Söder und CSU ein neuer Negativ-Rekord?

Abgesehen davon, richtet sich der Blick ebenso auf die Freien Wähler mit ihrem Vorsitzenden Hubert Aiwanger. Denn die Partei hofft auf den erstmaligen Einzug in den Bundestag. Umfragen hatten sie aber in den letzten Wochen stets unter der Fünf-Prozent-Hürde gesehen. Mit einem satten Plus können im Freistaat vor allem die Grünen rechnen.

Die CSU muss erstmals seit Jahren den Verlust von Direktmandaten fürchten: Insbesondere in München und Nürnberg machen sich SPD und Grüne Hoffnungen, der CSU einen oder mehrere Wahlkreise abzujagen. 2005 hatte die CSU letztmals nicht alle Direktmandate in Bayern holen können - damals war der Wahlkreis München-Nord an die SPD gegangen.

Wahlsonntag, 9.21 Uhr: Guten Morgen! Schon gewählt? Nein? Dann aber los. Wir begleiten Sie heute durch den Wahltag in München.

Ursprüngliche Meldung:

München - Der Tag der Entscheidung ist gekommen. Im Rahmen der Bundestagswahl 2021 sind die Wähler in München aufgerufen, den Gang zur Urne zu tätigen. Viele haben ihr Kreuz bereits zuvor gemacht. In der Isar-Metropole waren weitaus mehr Briefwähler zu verzeichnen als noch bei der Bundestagswahl vor vier Jahren (Anteil damals bei 43 Prozent). Wahlberechtigt sind knapp 922.000 Bewohner der Landeshauptstadt.

Bundestagswahl 2021 im Live-Ticker: Kopf-an-Kopf-Rennen in München bahnt sich an

Der Abend dürfte noch richtig spannend werden. Eine Last-Minute-Umfrage von wahlkreisprognose.de sah in nahezu allen vier Stimmkreisen ein Kopf-an-Kopf-Rennen - mit Chancen für alle Kandidaten von CSU, Grünen und SPD auf das Direktmandat.

In den vier Münchner Stimmbezirken treten 65 Direktkandidaten an: 18 im Wahlkreis Nord, je 17 im Osten und in West/Mitte sowie 13 im Süden. Mit der Zweitstimme sind 26 Parteien wählbar. Um 18 Uhr schließen die Wahllokale.

Bundestagswahl 2021 in München: Der Zuschnitt der vier Wahlkreise

  • 217 München-Nord: Maxvorstadt, Schwabing-West, Milbertshofen - Am Hart, Moosach, Schwabing-Freimann, Feldmoching-Hasenbergl
  • 218 München-Ost: Altstadt-Lehel, Au-Haidhausen, Bogenhausen, Berg am Laim, Trudering-Riem, Ramersdorf-Perlach
  • 219 München-Süd: Sendling, Sendling-Westpark, Obergiesing-Fasangarten, Untergiesing-Harlaching, Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln, Hadern
  • 220 München-West/Mitte: Ludwigsvorstadt-Maxvorstadt, Schwanthalerhöhe, Neuhausen-Nymphenburg, Pasing-Obermenzing, Aubing-Lochhausen-Langwied, Allach-Untermenzing, Laim

Im Laufe des Wahlabends halten wir Sie in diesem News-Ticker über die Geschehnisse auf dem Laufenden. Stimmen und Einschätzungen aus München fangen wir ebenso ein, wie die aktuellsten Hochrechnungen und Ergebnisse.

Wie war das mit dem Kreuzerl? Ein Stimmzettel birgt so einige Tücken. Fast die Hälfte der 18-29-Jährigen scheint damit überfordert. Das Wichtigste jetzt noch einmal im Überblick.

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