Wohnungsnot wird immer größer

Bunker für Obdachlose im Luxus-Viertel

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Die Not der Obdachlosen steigt: Jetzt richtet die Stadt sogar den Elisenbunker mitten im Luxus-Viertel als Notunterkunft ein.

München - Die Wohnungsnot wird immer größer. Die Stadt findet kaum noch Unterkünfte für die Ärmsten der Armen: Jetzt baut sie sogar einen Bunker mitten im Luxus-Viertel für Obdachlose um!

Die Wohnungsnot wird immer größer. Die Stadt findet kaum noch Unterkünfte für die Ärmsten der Armen: Jetzt baut sie sogar einen Bunker mitten im Luxus-Viertel für Obdachlose um! Der Stadtrat hat das 600 000-Euro-Projekt genehmigt.

Der vergangene Winter war dramatisch: Im Vergleich zur Vorsaison hat sich die Zahl der Übernachtungen in Kälteschutzräumen auf 20 000 verdoppelt. 1000 Wohnungslose kamen unter. Die Stadt musste immer mehr Räume herrichten – in der Bayernkaserne, in der maroden und stillgelegten Flüchtlingsunterkunft in der St.-Veit-Straße (Berg am Laim) und in Pensionen. Weil der Bedarf im nächsten Winter wegen der Lage in Südosteuropa unklar ist und nicht mehr alle Räume frei sind, muss die Stadt die Obdachlosen unter die Erde schicken.

Der Tiefbunker an der Ecke Luisen-/Elisenstraße wird als „letztes Auffangnetz“ bis Oktober eingerichtet – direkt an den noblen Lenbachgärten. Wenn alle anderen Räume voll sind, will die Stadt hier bis zu 120 Menschen unterbringen. Bei Frost sollen die Ärmsten der Armen hier vor dem Erfrieren sicher sein. Jeweils von 17 bis 9 Uhr können die Bedürftigen unterkommen. Der Bunker wird mit schlichten Möbeln wie Eisenbetten eingerichtet, dazu kommt Videoüberwachung an den beiden Abgängen.

DAC

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