Vorläufige Lizenz erteilt

Burger Kings am Montag wieder geöffnet?

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Auch die Filiale im Tal musste im November schließen.

München - Ab Montag sollen die ersten Burger-King-Filialen, die von Yi-Ko betrieben wurden, wieder eröffnen. Auch in München könnte es so weit sein.

Zwar war bis Redaktionsschluss am Sonntag nicht klar, welche Filialen genau wann wieder aufmachen. Aber auch am Hauptbahnhof standen am Sonntag zumindest einige Zeichen auf Neustart: In der Filiale brannte Licht, die Bildschirme liefen. Laut Burger King wurden die Restaurants übers Wochenende mit Tiefkühlware beliefert, Geräte fitgemacht, Kassensysteme überprüft.

Am Freitagabend war bekannt geworden, dass der für die 89 geschlossenen Filialen zuständige Insolvenzverwalter Marc Odebrecht eine vorläufige Lizenz zur Nutzung der Marke erhalten habe. Burger King selbst finanziert den Neustart mit einem Kredit in Millionenhöhe. Laut Unternehmen sollen heute die ersten Läden aufmachen. Thomas Schulz, der Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters: „Die Rahmenvereinbarungen sind durchverhandelt, noch arbeiten wir an den technischen und logistischen Voraussetzungen.“

Die Filialen hatten im November schließen müssen, nachdem Burger King dem größten deutschen Franchise-Nehmer Yi-Ko nach dem Wirbel um Hygienemängel und schlechte Arbeitsbedingungen fristlos gekündigt hatte. Weil Burger King auch die Nutzung von Marke und Firmenlogo verbot und die Belieferung stoppte, mussten die Restaurants schließen. Am Mittwoch hatte die zu Yi-Ko gehörende Betreibergesellschaft der Filialen Insolvenz angemeldet. Die Mitarbeiter mussten dem Streit wochenlang nahezu tatenlos zusehen.

Vom Tisch sind die Probleme nicht. Eine dauerhafte Lösung für die Filialen steht weiter aus, die konkrete Zukunft der Mitarbeiter bleibt ungewiss. Burger King will den Insolvenzverwalter jetzt mit erfahrenen Führungskräften unterstützen und die Mitarbeiter in Sachen Unternehmensstandards trainieren – das dürfte auch bei der Suche nach Investoren hilfreich sein.

CMY

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