Bus-Provisorium an Münchner Freiheit beendet

Das Prunkstück der MVG: Der Busbahnhof an der Münchner Freiheit. Allerdings hält hier weiterhin nur eine Buslinie. Im Dezember soll immerhin eine zweite dazukommen. rk

München - Seit dem Wochenende gilt an der Münchner Freiheit eine neue Regelung, die die von Anwohnern heftig kritisierte Betriebshaltestelle an der Germaniastraße überflüssig macht.

Weil die MetroBus-Linien 53 und 54 jetzt verknüpft sind, können Fahrgäste ein Stück Ost-West-Verbindung im Norden der Stadt nutzen, ohne umzusteigen.

Der MetroBus 53 kommt künftig wie gewohnt aus Neuhausen zur Haltestelle Herzogstraße. Hier wird er zur Linie 54 und fährt nach kurzer Pause über Leopold- und Martiusstraße durch den Englischen Garten zum Giesinger Bahnhof und weiter über den Harras zum Lorettoplatz.

In der Gegenrichtung hält die 54, von Süden kommend, auf der westlichen Busspur unter dem Dach des neuen Busbahnhofs Münchner Freiheit. Dort wird sie zur 53, wendet dank einer neuen Ampelanlage auf der Leopoldstraße und biegt nach rechts in die Hohenzollernstraße ein. Dann geht es auf dem bekannten Linienweg über den Harras zur Aidenbachstraße.

Unter dem spektakulären Dach des neuen Bahnhofs halten damit weiterhin nur die Parkstadt-Tram 23 und die Buslinie 54 in einer Fahrtrichtung. Die separate Busspur im Osten der Anlage liegt brach.

Das soll sich jedoch mit dem Fahrplanwechsel im Dezember ändern. Auf ausdrücklichen Wunsch des Stadtrats macht dann der StadtBus 144 einen Abstecher zum Prestige-Bahnhof der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Bisher fährt dieser Bus, vom Scheidplatz kommend, ab Potsdamer Straße über die Kennedy-Brücke zum Giesinger Bahnhof. Nun macht er vorher einen Abstecher zur Münchner Freiheit, wendet dort, kehrt zurück zur Potsdamer Straße und biegt wieder auf den ursprünglichen Linienweg ein. Auch in der Gegenrichtung von Giesing zum Scheidplatz wird es diesen Abstecher geben.

Zunächst probeweise für ein Jahr hat der Stadtrat diese Fahrplanänderung bestellt und mit 200 000 Euro aus dem Haushalt bezahlt. Ziel ist es, den 1500 Behinderten, die in der Pfennigparade an der Barlachstraße wohnen, eine direkte Verbindung zur Münchner Freiheit zu schaffen. Die war mit Einführung der Parkstadt-Tram gekappt worden, weil die MVG sie nicht mehr für wirtschaftlich hielt. Nun zahlt die Stadt dafür, dass den Behinderten der Service erhalten bleibt - und die für teures Geld gebaute östliche Busspur unter dem großen Dach der Münchner Freiheit sieht nicht mehr gar so unnütz aus. sc

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