Prozess

Busen-Doc als Ski-Raser: Er kriegt 50.000 Euro

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Martin Wöhr erstritt 50.000 Euro.

München - Ein Busen-Doc hat den Münchner Anwalt Dr. Martin Wöhr auf der Skipiste so brutal gerammt, dass dieser noch heute unter seinen Verletzungen leidet. Jetzt kam es zum Prozess.

Als Experte für Busen brüstet sich Schönheits-Chirurg Dr. Peter K. (45, Name geändert) im Internet. Als Ski-Raser macht er vor Gericht eine weniger gute Figur. Auf einer schwarzen Piste in Kitzbühel soll der Münchner Busen-Doc den Münchner Anwalt Dr. Martin Wöhr so brutal gerammt haben, dass dieser noch heute unter seinen Verletzungen leidet. Der Angeklagte bestreitet alles, hat aber schlechte Karten. Vom Sessellift aus hat ein ebenfalls promovierter Anwalt aus Wien alles gesehen.

Silvestertag 2012: Von der Gondel aus sieht der Wiener Anwalt Dr. Christian Sch., wie ein Skifahrer mit einem Irrsinns-Tempo über eine Kante springt. „Ich habe gleich gedacht, das geht nicht gut aus“, sagt er als Zeuge. Er sieht, wie der Raser mit einem Skifahrer zusammenprallt: „Wie bei einer Explosion.“

Martin Wöhr ist schwer verletzt, muss notoperiert werden. Peter K. steht wieder auf den Beinen. „Er hatte ein Stirnband mit einer Kamera dabei“, sagt der Zeuge. Seine Kinder recherchieren bei Facebook und kommen zu dem Schluss: Peter K. hat die Gruppe „Early Birds“ gegründet, die sich mit ihren Tempo-Rekorden übertreffen wollen. Der Angeklagte sagt aber: „Ich bin nicht Mitglied.“

Einen Erfolg hat Martin Wöhr bei einem Zivilverfahren erreicht: Der Busen-Doc muss 50 000 Euro Schmerzensgeld zahlen! Am Montag noch die Entscheidung vor dem Strafgericht: Der Ski-Raser wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung zu 6 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Ebu

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