Bus rammt Tram-Häuschen: Verletzte

München - Ein Moment der Unaufmerksamkeit eines Busfahrers hat am Mittwoch drei Passanten in höchste Lebensgefahr gebracht und ein Wartehäuschen wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen lassen.

Busfahrer kracht in Trambahnhäuschen - Bilder

Um 8.10 Uhr warteten Mittwochfrüh im und am Trambahn-Wartehäuschen der Linie 19 an der Agnes-Bernauer-Straße (Haltestelle Am Westbad) drei Frauen: eine 49-jährige Spanierin, eine Vietnamesin (32) und eine weitere 55-jährige Passantin. Das Unglück – es nahte in Form eines weißen Schulbusses, in dem kurz zuvor noch zahlreiche Kinder gesessen hatten. Auf der Rückfahrt von der Schulbus-Tour steuerte der 72-jährige Berufskraftfahrer über die Weinbergerstraße und Am Knie rechts in die Agnes-Bernauer-Straße. Dabei geriet er offenbar mit den linken Rädern auf die Haltestelle.

Die Bus-Front traf die Stützen des Wartehäuschens, das zusammenbrach und die Passanten teilweise unter sich begrub. Zwei der drei Frauen wurden von herumfliegenden Splittern glücklicherweise nur leicht verletzt. Der Busfahrer und die 55-Jährige dagegen erlitten schwerere Verletzungen und wurden ins Krankenhaus gebracht.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei scheidet ein technischer Defekt oder eine plötzliche Erkrankung des Busfahrers aus. Der Schaden an Bus und Haltestelle wird auf jeweils 25­­­ 000 Euro geschätzt. Die Agnes-Bernauer-Straße wurde stadteinwärts für fast drei Stunden gesperrt. Es kam zu langen Staus. Mit Hilfe eines Schweißgerätes wurde die zusammengebrochene Konstruktion zerlegt und später in Teilen abtransportiert. Die Ermittlungen dauern an.

Dorita Plange

Rubriklistenbild: © Kurzendörfer

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