Nach Busunglück

Münchner Jugendgruppe wieder daheim

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Der Bus mit einer Münchner Jugendgruppe an Bord stürzte in einen Graben. Ein Mensch starb.

Brüssel - Einen Tag nach dem tragischen Busunglück in Belgien ist die Jugendgruppe aus München mit Ersatzbussen in die Heimat gebracht worden.

„Ich bin froh, dass ich es überhaupt überlebt habe.“ Das sagte eine Schülerin aus München, die das Busunglück am Sonntag nahe Lüttich mit leichten Blessuren überstanden hatte, gegenüber Antenne Bayern. „Ich habe geschlafen, ich bin aufgewacht, dann ist mir alles ins Gesicht gekommen.“ Auch Belgiens Innenminister Joelle Milquet ist froh, dass das Unglück relativ glimpflich ausging: „Es scheint, dass eine echte Katastrophe mit zahlreichen Opfern vermieden werden konnte.“

Milquet sprach den Angehörigen des 30-jährigen Reisebegleiters aus Hessen, der bei dem Unglück tödlich verletzt worden war, sein Beileid aus. Gleichzeitig lobte der Minister das schnelle Eingreifen der Rettungskräfte, die Schlimmeres - vor allem das Umkippen des an einer steilen Böschungs hängenden Bus-Wracks - verhindern konnten. „Wir sind drinnen gehängt und hatten Angst, dass wir abstürzen“, berichtete ein Opfer Antenne Bayern. „Dann haben manche gesagt, wir dürfen nicht aussteigen, damit wir das Gleichgewicht behalten.“ Die Rettungskräfte mussten den Bus erst mit Stahlseilen fixieren, ehe die Passagiere geborgen werden konnten.

Nach den Angaben belgischer Behörden sind alle 20 verletzten Schüler wohlauf. Sie seien auf dem Weg in ihre Heimat. Es gibt allerdings widersprüchliche Angaben, wie die jungen Passagiere zurück nach München kamen. Mit den Münchner Behörden arbeiten die Belgier nicht zusammen. „Wir haben keinerlei Informationen von der belgischen Polizei,“, so LKA-Sprecher Detlef Puchelt zur tz. Es sei ein Ersatzbus angekommen, berichtete die Zeugin Antenne Bayern. Die Fahrer hätten aber keine Zeit gehabt: „Die mussten eine neue Tour fahren. Denen ist die Idee gekommen, die setzen wir in den Zug rein.“ Die meisten Passagiere hatten nicht genügend Geld dabei. „Das haben die Busfahrer privat ausgelegt.“ Der Bus des tschechischen Unternehmens Sportbus war nach Angaben von Radio Prag mit zwei Fahrern besetzt. In Belgien ist jedoch von nur einem Fahrer die Rede. Dieser ist mit großer Wahrscheinlichkeit am Steuer eingenickt.

E. Unfried

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