Café Beer schließt Mitte März

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Im Dezember 2009 eröffnet – im März 2011 ist Schluss: Das Café Beer

München - Gerüchte gab es schon länger, jetzt ist es fix: das Café Beer in der Prielmayerstraße macht dicht. Und das bereits in drei Wochen.

„Es stimmt, wir haben uns entschlossen, das Lokal zu verkaufen“ bestätigt Dafne van der Zee der tz. Erst im Dezember 2009 hat sie die ehemalige Konditorei zusammen mit Daniel Mraz (mit ihm betrieb sie einst den Underground-Club Prinzip und aktuell die Storchenburg in der Pasinger Fabrik), Tom Breiter (damals Nektar-Wirt) , Tom Arnold und Stefan Schmalschläger (Esszimmer) als szenige Bar eröffnet. Wo früher vornehmlich Juristen mit ihren Mandanten aus dem benachbarten Justizpalast und Shopper der umliegenden Kaufhäuser Kaffee und Kuchen konsumierten, stand nun Cuba Libre und Wodka-Bull auf der Karte.

Jetzt das Aus. „Jeder von uns hatte damals schon seine eigenen Projekte und irgendwie ist es so geblieben, jeder hat sich weiter entwickelt, das ging aber mit dem Café Beer nicht gut“, erklärt van der Zee, die sich am Schluss meist alleine um das Lokal kümmern musste. Mraz sieht in der Storchenburg nach dem Rechten, Schmalschläger hat nach dem Abgang aus dem Esszimmer das ehemalige Cena am Viktualienmarkt übernommen, Breiter, der zwischenzeitlich aus dem Nektar ausgeschieden war, sowie Arnold fungieren als Berater.

„Eigentlich schade um den Laden, und es war eine schöne Zeit“, sagt Dafne van der Zee, die das Beer alleine nicht weiterführen will. „Ich werde dem Nachtleben aber sicher nicht den Rücken kehren.“ Ob als Wirtin, Veranstalterin oder in anderer Weise, hat sie noch nicht entschieden.

Auch was die Zukunft des Café Beer betrifft, ist noch nicht alles klar. Gerüchte, wonach A.J. Menexes die Nachbarbeschwerden seines k.u.k.-Clubs in der Reichenbachstraße leid ist und mit dem Bar-Club-Mix in die Prielmayerstraße ziehen will, möchte van der Zee nicht kommentieren. Nur so viel: „So oder so, für uns ist Mitte März Schluss.“

Thomas Oßwald

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