User-Diskussion zum Stammstrecken-Chaos

"S-Bahn! Ein Saftladen"

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Zu spät, überfüllt oder ganz ausgefallen - das war die S-Bahn am Dienstagmorgen.

München - Viel Ärger hatten heute Morgen alle, die mit der S-Bahn zur Arbeit fahren wollten: große Verspätungen und Zugausfälle. Das sorgte bei unseren Usern für schlechte Laune.

Eigentlich dürfte es keine große Überraschung sein, dass es im Februar mal schneit. Für den Bahnverkehr kommt das Wetter scheinbar aber doch immer recht plötzlich - Verspätungen von einer halben Stunde sind da keine Seltenheit. Deswegen reagiert User Thomas J. mit ironischer Gelassenheit, als er frierend auf die S-Bahn wartet. "Ganz was neues", schreibt er auf merkur-online

Ähnlich sieht das Marion K., die auf der TZ-Facebookkommentiert: "Ist das was neues??" Allerdings zeugt ein grimmiger Smiley davon, dass die Pendlerin da keinen Spaß mehr versteht.

Ausharren in der Kälte

„Jetzt ist mein Kaffee kalt geworden von der Warterei“, schreibt Thomas R. auf tz.de und dürfte damit am Dienstagmorgen nicht alleine gewesen sein. Das Schlimmste ist, wenn man friert und gar nicht weiß, wie es weitergeht, wie zum Beispiel Gern auf merkur-online: „Ich stehe seit 1,5 Stunden am Bahnhof Karlsfeld. Bei -11 Grad. Keine Durchsage ob die S-Bahn noch kommt oder ausfällt. Unglaublich.“ So ging es auch Gui, der auf merkur-online kommentiert: „Keine Warnmeldung über die MVV-App obwohl der Alert aktiviert ist - erst lange keine Durchsagen, die Leute warten und frieren am Bahnhof, dann Falschaussagen am laufenden Band ob und wann die Züge denn wie fahren... .“

Verspätung heißt: Warten bis der nächste Zug kommt

Mit der Geduld am Ende ist Betroffener Pendler. „Unfähiger Saftladen“, schreibt er über die S-Bahn auf tz.de. „Es kann nicht sein, dass die DB/S-Bahn München/MVV die Infrastruktur so dermaßen vor die Hunde gehen lässt, dass durchgehend schwerwiegende technische Störungen auftreten (Signal/Weiche/Bahnübergang/Oberleitung) und trotzdem jedes Jahr die Fahrpreise erhöht werden“, so Betroffener Pendler weiter. Die S-Bahn München fälsche ihre angeblich verbesserte Pünktlichkeit, indem ausgefallene Züge nicht erfasst werden, prangert er an. „Eigentlich muss jeder ausgefallene Zug mit Verspätung='Zeit bis Abfahrt nächster Zug' erfasst werden.“

Über das Paradox der Fahrpreise ärgert sich AntiPartyCrasher ebenfalls. Personal werde aufgestockt, um Schwarzfahrern Einhalt zu gebieten. „Kontrolliert mal lieber die Pünktlichkeit und den Service, Ihr Geld-aus-der-Tasche-Zieher!! Abzocke nennt man das mit den Fahrtkosten“, kommentiert er auf tz.de. Buntbarsch bringt das Ganze bei merkur-online.de auf den Punkt. „Das Einzige, was absolut pünktlich und zuverlässig ist: die Preiserhöhungen.“

Störungen sind die Regel

Pendler kennen die Störungen bei Schnee und Eis bereits - so gut, dass sie sich schon Sorgen machen, wenn alles reibungslos läuft. „Habe mich gestern noch gewundert, dass bei dem Schnee die Züge fahren, aber heute ist wieder die Normalität eingekehrt“, schreibt Hui-Buh auf merkur-online.de. Auch Kyesinga rubra est nimmt das Chaos mit Humor: „Die vier Gründe für Betriebsstörungen bei der Münchner S-Bahn sind : Winter, Frühling, Sommer, Herbst, ....“, lautet der Kommentar auf tz.de.

Mit der Geduld am Ende

An selber Stelle hat Grantler absolut kein Verständnis mehr dafür, dass er immer auf die S-Bahn warten muss. „Da kann man im Winter gleich mit dem Bus fahren - die fahren zuverlässiger als der Schienenverkehr“, schreibt er auf merkur-online. Auch sakra ist auf tz.de mit der Geduld am Ende: „Ich frag mich, WAS wohl erst los ist, wenn´s wirklich bitterkalt wäre oder ein Meter Schnee liegen würde ??“ Darauf antwortet Petr Z.: „Willst du glaub ich lieber gar nicht wissen und ich auch nicht.“

Ein kleiner Trost am Dienstagmorgen war für G.M. auf tz.de: „Auf den Straßen läuft´s heute auch nicht besser.“ Und Maik H. ging lieber gleich zu Fuß: „Herzlich willkommen Winter! Ich wohne zum Glück sehr zentral und somit kann ich rein theoretisch zu Fuß innerhalb 20 Minuten zur Arbeit gelangen.“

Susanne Weiß

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