Chef ins Gesicht getreten: vier Jahre Haft

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Vier Jahre Haft für den Japaner Masaki M.

München - Er war von seinem Chef zurechtgewiesen worden - und rastete aus. Vom Münchner Schwurgericht wurde der 29-jährige ehemalige Küchenhelfer am Freitag zu vier Jahren Haft verurteilt.

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Ein Küchenhelfer ist am Freitag vom Münchner Schwurgericht wegen gefährlicher Körperverletzung an seinem Chef zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Der 29 Jahre alte ehemalige Rugbyspieler hatte den Koch im Oktober 2010 nach einer Zurechtweisung und zwei leichten Tritten gegen die Waden mit den Fäusten zu Boden geprügelt und ihm heftig ins Gesicht getreten. Das Gericht ging abweichend von der Anklage nicht von einem Totschlagsversuch aus. Denn der bärenstarke Angeklagte hätte trotz des Einschreitens eines körperlich weit unterlegenen Kollegen seinen Angriff fortsetzen können, dies aber nicht getan.

Zugunsten des 29-Jährigen wirkte sich vor allem der Täter-Opfer-Ausgleich mit einer Schmerzensgeldzahlung von 15.000 Euro an seinen Chef aus. Auch habe der Koch die Tat durch seine Tritte mit ausgelöst. Das Opfer erlitt mehrere Brüche im Gesicht. Dem Mann musste bei einer Operation eine Titanplatte eingesetzt werden.

lby

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