Chefsache: Münchner Olympia-Bewerbung startet

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Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Thomas Bach (l-r) unterschreibt am Dienstag (15.07.2008) zusammen mit dem Oberbürgermeister von München Christian Ude und dem bayerischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein in München (Oberbayern) den Gesellschaftervertrag der Bewerbungesellschaft München 2018 GmbH.

Obacht, wichtig! Am Dienstag Nachmittag war Olympia-Beratung im Rathaus – und dort waren jede Menge große Namen aus Sport und Politik.

Die hohen Herren gaben praktisch den Startschuss für die Münchner Olympia-Bewerbung für 2018. Dieses Treffen gestern war die erste offizielle Sitzung der Bewerbungs-GmbH, also Münchens erster echter Olympia-Arbeitstag.

Schon jetzt ist klar: Die Bemühungen um die Winterspiele sind absolute Chefsache, hochkarätig besetzt. Zum Vorsitzenden der Gesellschaft wurde Thomas Bach gewählt. Er ist Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes und damit Deutschlands oberster Sport-Funktionär. Gleichzeitig ist Bach aber auch IOC-Vize. Das bedeutet: Er kennt alle wichtigen Leute in der großen Welt des Sports persönlich – und er weiß ganz genau, was eine Bewerbung braucht, damit sie Erfolg haben kann: „Die Gesellschaft wäre gut beraten, sich auf ihre eigenen Stärken zu besinnen und nicht nach links und rechts zu schielen.“ Also nicht drauf schauen, was Konkurrenten wie Tromsö machen, sondern unbeeindruckt eine völlig eigenständige Bewerbung auf die Füße stellen.

Olympia 2018 - München bewirbt sich

Nach den Sommerspielen will München jetzt auch die olympischen Winterspiele ausrichten - als erste Stadt der Welt. Die verantwortlichen aus Sport und Politik zeigten sich zuversichtlich. Philipp-Moritz Jenne berichtet.

In der Praxis wird das vor allem der Job von Wilfrid Spronk sein. Er ist der Geschäftsführer der Bewerbungs-GmbH, hält die Fäden in der Hand. Als Olympiapark-Boss bringt er viel Erfahrung aus dem Grenzgebiet zwischen Sport und Politik mit. Und, ganz wichtig: Er hat im Olympiapark bewiesen, dass man Sportstätten auch nach den Spielen sinnvoll nutzen kann. München ist bisher weltweit die einzige Stadt, die das nach Sommer-Olympia geschafft hat. Vielleicht auch ein dickes Pfund für die Winter-Bewerbung…

Und: Es gibt volle Unterstützung aus der Politik. Das stellte OB Christian Ude nochmal klar. Über die künftigen Aufgaben sagte er: „München wird jetzt eine detaillierte Planung ausarbeiten. Und es wird öffentliche Werbung geben, die sich in ständigem Crescendo steigern wird.“ Slogan und Logo gibt’s bisher noch nicht.

Ministerpräsident Günther Beckstein sagte über die Bewerbung: „Wir wollen das in konsequenter Weise unterstützen.“ Deshalb hat er extra einen olympischen Minister-Ausschuss gegründet.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble ist sogar noch einen Schritt weiter: „Ganz Deutschland freut sich auf die Winterspiele 2018 in München.“ Müssen wir bloß noch mit der Bewerbung Erfolg haben…

Quelle: tz

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