Christian Ude – ein Leben in Worten

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Christian Ude

München - Mehr als zwanzig Jahre regierte Christian Ude als Oberbürgermeister die Stadt München. Ein Überblick über seine wichtigsten Stationen.

Geboren am 26. Oktober 1947 in München, wuchs der spätere Oberbürgermeister Christian Ude in Schwabing auf. Sein Abitur absolvierte er 1967 am Oskar-von-Miller-Gymnasium. Anschließend begann Ude, für die Süddeutsche Zeitung zu schreiben – zunächst als Volontär, dann als Redakteur. Er beschäftigte sich journalistisch vor allem mit Schul- und Hochschulpolitik sowie generell kommunaler Berichterstattung. Parallel studierte er bis 1969 Soziologie und Geschichte, brach schließlich jedoch ohne Abschluss ab. Stattdessen schrieb er sich an der Ludwig-Maximilians- Universität für Jura ein und bestand 1977 das erste juristische Staatsexamen. Zwei Jahre später folgte das zweite Staatsexamen, woraufhin sich Ude bis 1990 als Rechtsanwalt niederließ. Bereits 1966 trat Ude in die SPD ein. Im März 1990 wurde der damals 43-Jährige in den Münchner Stadtrat gewählt, der ihn dann wiederum zum zweiten Bürgermeister wählte. Am 12. September 1993 wurde Christian Ude zum Oberbürgermeister der Stadt gewählt. Er setzte sich mit 50,8 Prozent der Stimmen gegen seinen CSU-Kontrahenten Peter Gauweiler durch, der auf 43,3 Prozent kam. Damit löste Ude seinen SPD-Vorgänger Georg Kronawitter im Amt ab. Drei Mal wurde Ude im Amt bestätigt: Im Jahr 1999 mit 61,2 Prozent, im Jahr 2002 mit 64,5 Prozent und im Jahr 2008 mit 66,8 Prozent. Bei der Kommunalwahl 2014 konnte Ude nicht mehr antreten, weil die Altersgrenze für Bürgermeister bei 65 Jahren liegt.

Christian Ude: Einblicke in sein Leben

Einblicke in Christian Udes Leben

Als Vertreter der Städte setzte sich Ude auch bundesweit politisch ein. Am 2. Juni 2005 wurde er als Nachfolger der Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth zum Vorsitzenden des Deutschen Städtetags gewählt und 2007 in diesem Amt bestätigt. 2009 wechselte dann wieder Petra Roth an die Spitze und Ude war Vizepräsident bis 2011 – in dem Jahr wurde er wieder Präsident. Am 15. März 2013 gab er dann das Amt des Städtetagspräsidenten an den Nürnberger SPD-Oberbürgermeister Ulrich Maly ab.

Im Jahr 2011 verkündete Ude seine landespolitischen Ambitionen – und trat dann bei der Landtagswahl 2013 als SPD-Kandidat für den Posten des bayerischen Ministerpräsidenten an. Seine Partei kam auf 20,6 Prozent der Stimmen, die CSU um den amtierenden Ministerpräsident Horst Seehofer auf 47,7 Prozent.

Auch im sportlichen Sektor betätigt sich der Langzeit-OB: Ude ist Mitglied des TSV 1860 München und saß 13 Jahre lang bis 2009 in dessen Aufsichtsrat. Außerdem ist Ude Ehrenbürger der griechischen Insel Mykonos, auf der er regelmäßig Urlaub macht. Auch in der osttürkischen Stadt Pülümür ist er heute Ehrenbürger. Ude heiratete 1983 die acht Jahre ältere SPDStadträtin Edith von Welser. Sie brachte sechs Kinder mit in die Ehe.

mon

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