Rettungskonzept nur Wahlkampftaktik?

Josef Schmid: Klinik-Tod auf Raten

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Das Klinikum Schwabing ist massiv von den Einsparungen betroffen.

München - In den Augen von OB-Kandidat Josef Schmid (CSU) ist das Rettungskonzept für die Städtischen Kliniken von Christian Ude nur Wahlkampf-Taktik. Er prophezeit einen "Tod auf Raten".

Ist Oberbürgermeister Christian Udes (SPD) Rettungskonzept für die Städtischen Kliniken nur eine Beruhigungspille für den Wähler? Diesen Verdacht hegt sein möglicher Nachfolger Josef Schmid (CSU). Der prognostiziert dem Klinikum Schwabing einen „Tod auf Raten“, wenn das Sanierungskonzept umgesetzt werde, das das Beratungsunternehmen Boston Consulting für die städtischen Krankenhäuser dem derzeitigen Lenkungskreis vorschlug.

Das Konzept sieht zwar eine Notfallaufnahme vor, aber keine Fachabteilungen mehr. Ein Herzpatient muss dann eben nach Bogenhausen gebracht werden.“ So sei das Klinikum Schwabing aber nicht langfristig zu halten. Schmid fordert, dass das Schwabinger Klinikum mit seinen Fachabteilungen erhalten bleibt. „Es müsste bei den Verwaltungkosten, die bei den städtischen Kliniken bei 25 Prozent liegen, massiv gespart werden, an vergleichbaren Häusern sind es nur acht Prozent.“ Auch der verordnete Schrumpfkurs sei falsch. „Wir werden in den kommenden Jahren einen massiven Bevölkerungszuwachs haben.“ Was ihm auch Sorgen bereitet: dass künftig auf lukrativere Patienten mit kürzerer Verweildauer gesetzt werden solle. Schmid: „Das hieße, multimorbide ältere Patienten werden nicht mehr behandelt, damit fiele aber ein Teil der Grundversorgung weg.“

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