Christina Stürmer: Mädchenmusik zum Mitsingen

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Christina Stürmer

München - Stimme und Personality hat die talentierte Christl auch ins Backstage mitgebracht - aber das reichte nicht, um völlig zu überzeugen: die tz-Konzertkritik.

Im Vergleich zum Casting-Star von heute hat die Eintagsfliege bekanntlich das ewige Leben. Oder wer erinnert sich noch an LaViVe, vor bereits fünf Tagen Sieger bei den Pro7-„Popstars“? So gesehen hat es Christina Stürmer weit gebracht: Seit sie 2003 in der ORF-Show „Starmania“, dem ÖSDS unserer Nachbarn, Platz zwei belegte, hält sich die Ex-Buchhändlerin aus Linz tapfer in den Charts. In München verkaufte die 28-Jährige das Backstage im Rahmen ihrer „Nah dran“-Tour jetzt locker aus, 1300 Fans feierten sie. Die Sängerin Stürmer hat so viel Erfolg allemal verdient - die Songs, die man ihr schreibt, leider nicht.

Das "Popstars"-Finale in Bildern

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2009 glänzte Christina Stürmer bei der „Night Of The Proms“ mit kraftvoller Stimme und viel Persönlichkeit - auch dank des Orchesters Il Novecento, das ihre Songs mächtig aufbrezelte. Stimme und Personality hatte die talentierte Christl auch ins Backstage mitgebracht - doch auf Konzertlänge lässt sich nicht überhören, dass sie nur kreuzbraven Radiorock und mittelgute Mädchenmitsingmusik à la Silbermond und Juli zu bieten hat. Was bei Juli eine Geile Zeit ist, wird bei Stürmer zu Das ist mit Abstand die beste Zeit, und Instant-Poesie wie Die Nacht singt keine Lieder fürchtet man auch von Silbermond. Von österreichischem Charme und Schmäh ist nur in Christinas Ansagen etwas zu erahnen. Stürmer-Schicksal: „Nah dran“ ist auch daneben. Schade.

Jörg Heinrich

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