Politiker nicht so recht willkommen

Christopher Street Day: Krach um Schmid

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CSU-Rathaus-Chef Josef Schmid will beim CSD sprechen

München - Erstmals soll beim Christopher Street Day ein CSU-Politiker sprechen. Doch so recht willkommen ist Josef Schmid nicht. "Er hat sich quasi selbst eingeladen", heißt es.

Homosexuelle werden noch immer in vielen Ländern verfolgt – dagegen demonstrieren am Samstag Schwule und Lesben beim CSD. Erstmals soll dann auch ein CSU-Politiker sprechen: Josef Schmid, Fraktionschef im Stadtrat. Doch so recht willkommen ist er nicht.

„Er hat sich quasi selbst eingeladen“, sagt Rosa-Liste-Stadtrat und CSD-Sprecher Thomas Niederbühl. Nach tz-Informationen hatte sich Schmid beschwert, dass er nicht zur Kundgebung eingeladen worden war. Die Veranstalter holten das zähneknirschend nach. „Wir machen keine Politik durch Ausgrenzung von demokratischen Parteien“, so Niederbühl. CSD-Sprecherin Rita Braaz erklärt: „Wir nehmen Josef Schmid und vor allem auch dem Stadtrat Georg Schlagbauer ihr persönliches Engagement für die Lesben-, Schwulen-, Bi- und Transgender-Community ab.“

Aber Niederbühl hat ein Problem mit Schmids Partei: Durch die „lange Geschichte der Ausgrenzung, Diskriminierung und Ignoranz der CSU“ fänden viele CSDler, dass sich diese Partei hier kein Rederecht verdient habe. Schmid war zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen.

J. Welte

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