Circus Krone: Elefant Colonel Joe ist tot!

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Elefantenbulle Colonel Joe, hier mit Moderatorin Sonya Kraus auf den Stoßzähnen

München - Colonel Joe, der Parade-Elefantenbulle des Circus Krone, ist tot. Die Direktorin drückt ihre Trauer in einem Gedicht aus. Die Tierschutz-Aktivisten von Peta kritisieren Krone.

In stiller Trauer stehen wir jetzt hier, unsere Gedanken sind für immer bei Dir.

Millionen von Menschen hast Du glücklich gemacht. Du hast Kinder erfreut mit Deiner Kunst und Deiner Pracht.

Mit diesen Worten beginnt ein Gedicht von Christel Sembach-Krone, der Direktorin des Circus Krone. Sie hat die Zeilen im Internet veröffentlicht, um sich von Colonel Joe zu verabschieden, dem Parade-Bullen des Circus. Er ist in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gestorben, der Circus geht von Altersschwäche aus.

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Krone hatte Colonel Joe vor gut zehn Jahren von einem mexikanischen Circus übernommen – im Glauben, er sei rund 40 Jahre alt. Im Nachhinein hätten Untersuchungen allerdings ein höheres Alter ergeben, berichtet Sprecher Markus Strobl – demnach ist Colonel Joe im Alter von rund 60 Jahren gestorben.

Christel Sembach-Krone sagt: „Colonel Joe war der schönste Elefantenbulle, den ich je in meinem Leben gesehen habe. Er war die Seele unserer Herde. Ich vermisse ihn.“ Colonel Joe war 3,50 Meter groß, sieben Tonnen schwer und hatte 1,80 Meter lange Stoßzähne: ein prächtiges Tier.

Die Tierschutz-Aktivisten von Peta kritisieren Krone: Die Haltebedingungen seien nicht elefantengerecht. Die Organisation fordert ganz grundsätzlich ein Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen. Christel Sembach-Krone widerspricht. Sie sagt: „Die Tiere sind nicht unsere Arbeit, sondern unser Leben. Wir tun alles dafür, dass es ihnen gut geht.“

hei

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