Neues Krone-Programm: Premiere mit vielen Stars

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Assistentin Jennifer wird von einem Elefanten durch die Manege getragen.

München - Artisten, Tierdompteure, Feuerschlucker, Clowns und Messerwerfer: Am Sonntagabend staunten die Gäste bei der Premiere des neuen Winterprogramms im Circus Krone.

Ein Bussi für den Tiger, ein Elfanten-Lift für die Kickbox-Weltmeisterin - und jede Menge Applaus, Applaus, Applaus! Das neue Circus-Krone-Programm: Es feierte am ersten Weihnachtsfeiertag Premiere - mit vielen, vielen Stars nicht nur in der Manege, sondern auch im Publikum. Besonders beeindruckend: die scheinbar schwerelose Balance-Show der beiden Giang-Brüder. Dass die Gold- und Silbermedaillen bei diversen Festivals mehr als gerechtfertigt sind, bewiesen sie spätestens, als sie freihändig Kopf auf Kopf vorwärts und rückwärts die sechs Treppenstufen ihres Showtisches bewältigen.

„So etwas habe ich noch nie gesehen“, staunte Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber: „Solch eine Präzision und Körperbeherrschung - eine außergewöhnliche akrobatische Leistung.“ Stoibers Enkelkinder hatten jedoch eine andere Lieblingsnummer: die Elefantendamen von Sonni Frankello. Kein Wunder, schließlich gehörten sie genau wie Kickbox-Weltmeisterin Christine Theiss zu den Auserwählten, die per Rüsselschaukel durch die Manege getragen wurden. Die Schwergewichte Timba, Mala und Kenia zeigten eine wahre XXL-Comedy-Show. Sie dürfen übrigens auch in Zukunft zaubern, rocken, Fußball und Hula-Hoop in der Manege spielen, weil der Bundestag einen Antrag abgelehnt hat, mit dem die Haltung unter anderem von Elefanten und Bären in Circussen verboten werden sollte. „Die Rüsselspiele waren einfach hinreißend“, sagte Schauspielerin Irene Clarin.

Bilder von der Premiere

Circus Krone: Manege frei für die neue Show

Einige Nummern im neuen Krone-Programm erinnern an die Anfänge des Zirkus, als Gaukler ihre Künste noch auf Jahrmärkten zeigten. Wie Messerwerfer Patrick Brumbach mit seiner Partnerin Ramona. Wie die beiden Feuerspucker vom Duo Somalas, die riesige Flammenwolken entfachen - oder wie die Geschwister Weisheit. Die zehnköpfige Hochseiltruppe baute mit Fahrrädern und Stühlen atemberaubende Menschen-Pyramiden in der Zirkuskuppel. Klassisch auch das Trio Balder: Ein eleganter Weißclown und zwei dumme Augusts bieten wunderbaren Klamauk. Moderner mutet derweil die Akrobatik der Strangers mit ihren Perche-Stangen an - ebenso wie die Jonglagen des Bulgaren Stefan Platschkov, der glitzernde Metallgestelle durch die Luft wirbelt und -damit optische Effekte in die Manege zaubert. Das ist mal Geometrie der ganz anderen Art...

Jana Mandana präsentiert derweil eine Pferdedressur mit schneeweißen Araberhengsten und pechschwarzen Friesen. Und Wildschwein Fritzi zeigt, dass es sich trotz Leckerlis nicht auf Befehl zur Rampensau machen lässt. Für die Kessler-Zwillinge Alice und Ellen ist die Truppe Pronin das absolute Highlight der Vorstellung. Halsbrecherisch, wie die fünf Burschen und ein Mädchen vom Moskauer Staatszirkus an der doppelten russischen Schaukel durch die Luft wirbeln. „Ein atemberaubendes Timing und eine unglaubliche Perfektion“, schwärmen Alice und Ellen Kessler.

Das erste Programm der Wintersaison des Circus Krone läuft noch bis zum 31. Januar, die Eintrittspreise liegen zwischen 13 und 35 Euro. Telefonische Reservierungen sind möglich unter Telefon 089/545 80 00. Weitere Infos gibt’s im Internet unter www.circus-krone.de. Carmen Ick-Dietl

Carmen Ick-Dietl

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